Zukunft Energie  

9. November 2012

2013 steigt die EEG-Umlage erneut: Was jetzt?

Volle Kraft voraus: Für den Ausbau der erneuerbaren Energien| Bild: Photocase / almogon

Volle Kraft voraus: Für den Ausbau der erneuerbaren Energien| Bild: Photocase / almogon

 

Es ist offiziell: Die EEG-Umlage (Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes) steigt 2013 von 3,592 Cent auf 5,277 Cent pro Kilowattstunde.

Wer steckt hinter der Erhöhung der EEG-Umlage?

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben im Auftrag des Gesetzgebers die neue EEG-Umlage errechnet. Basis war die Prognose von unabhängigen Gutachtern, wie viel Strom aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen im neuen Jahr ins Stromnetz eingespeist wird. Der Gesamtbetrag, der 2013 durch die EEG-Umlage eingenommen werden soll, betrifft insgesamt 20,36 Milliarden Euro. Energiekonzerne wie die Pfalzwerke mit 123energie haben keinen Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage und andere Abgaben und Steuern wie beispielsweise die Stromsteuer oder die Umlage des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Diese werden vom Staat festgelegt.

Warum wird die EEG-Umlage 2013 noch höher als 2012?

Der Ausbau der regenerativen Stromerzeugungsanlagen soll 2013 verstärkt gefördert und noch mehr grüne Energie ins Netz eingespeist werden. Außerdem müssen die für die Produktion von Ökostrom in 2012 entstandenen Kosten, die durch die EEG-Umlage nicht abgedeckt wurden, 2013 nachgeholt werden. Die Ausgaben für die grüne Energiegewinnung waren höher als die Einnahmen. Insgesamt müssen daher 2,6 Milliarden Euro nachgezahlt werden. Um eine erneute derartige Differenz in 2013 zu vermeiden, enthält die neue EEG-Umlage ebenfalls eine Liquiditätsreserve in Höhe von 0,3 Cent je Kilowattstunde.

Was bedeutet die Erhöhung 2013 für die Stromkunden?

Mit der EEG-Abgabe finanziert jeder Einzelne den Ausbau erneuerbarer Energien durch seine Stromrechnung mit. Die 20,36 Milliarden Euro werden also unter vielen aufgeteilt. Für die Verbraucher heißt das erst einmal, dass der Strompreis allgemein angehoben wird. In welcher Höhe die Stromversorger die EEG-Umlage weitergeben, ist unterschiedlich. An den Nettogrundpreisen der Tarife, die jeder Stromanbieter individuell festlegt, ändert sich aber nichts. Es lohnt sich also gerade jetzt, Stromanbieter zu vergleichen und zu einem günstigeren zu wechseln. So kann im Optimalfall die EEG-Erhöhung ausgeglichen werden.

Wird Altmaier die EEG-Umlage reformieren?

Schon seit längerer Zeit steht die Überarbeitung des EE-Gesetzes auf dem Plan von Bundesumweltminister Peter Altmaier. Einen ersten Vorschlag dazu präsentierte er und plädiert für eine grundlegende Reform des EEG. Vielleicht könnte die sich dann mildernd auf die Kosten für die Verbraucher auswirken. Für geringere Kosten möchte Altmaier sich aber auch schon jetzt einsetzen. Denn gerade Haushalte mit geringem Einkommen belastet die Erhöhung der EEG-Umlage in 2013 sehr.

Werden Unternehmen von der EEG-Umlage befreit?

Unternehmen, die besonders viel Energie verbrauchen, sollen laut dem Beschluss dennoch weiterhin weitgehend von der EEG-Umlage befreit werden, um Arbeitsplätze zu sichern. Doch genau dort sieht Bundeskanzlerin Merkel Verbesserungsbedarf und will eben diese Unternehmen auf den Prüfstand stellen. Um den Ausbau erneuerbarer Energien sowohl für Bürger als auch für Unternehmen trotzdem bezahlbar zu gestalten, traf sich Merkel mit den Ministerpräsidenten und diskutierte über die Energiewende. Dabei sprachen sich die Ministerpräsidenten grundsätzlich dafür aus, ihre eigenen Ziele zum Wohle aller zurückzustellen.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie

  • Melle M.

    Wann werden bei Ihnen die Preise erhöht??

  • 123energie

    Guten Tag,

    in den Preisen für 123strom und 123ökostrom sind bereits sämtliche staatlich vorgeschriebene Umlagen- und Abgabenveränderungen zum 01.01.2013 integriert.