Zukunft Energie  

4. September 2012

Altmaiers Zehn-Punkte-Plan für die Energiewende in Deutschland

Gibt es jetzt endlich Aufwind für die Energiewende? | Photocase / schiffner

Gibt es jetzt endlich Aufwind für die Energiewende? | Photocase / schiffner

 

Erst vor Kurzem stellte Bundesumweltminister Peter Altmaier sein Zehn-Punkte-Programm vor, mit dem er die Energiewende bis 2013 ankurbeln möchte, ohne dabei unnötige Kosten zu verursachen. Eine kostenlose Energieberatung soll unter anderem Abhilfe schaffen und der bevorstehenden Strompreiserhöhung Stand halten. Das heißt im Einzelnen, dass professionelle Energieberater wie erfahrene Architekten, Ingenieure und Physiker Privatpersonen Tipps geben, wo ihre Einsparpotenziale liegen und wo erneuerbare Energien in privaten Wohngebäuden eingesetzt werden können. Dann seien auch die geforderten Sozialtarife für Wenigverdiener nicht mehr nötig, denn mit Hilfe der Energieberatung könnte jeder Haushalt bis zu 30 Prozent des Stromverbrauchs einsparen. Die Energieberatung wird zwar bereits von den Verbraucherzentralen angeboten und von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, ist aber momentan noch kostenpflichtig.

Neue Energie braucht auch Umweltminister Altmaier

Auf viel Euphorie stieß Altmaiers Plan bisher aber noch nicht. Besonders Verbraucherministerin Ilse Aigner wetterte gegen sein Vorhaben, die Mehrkosten für den Ausbau von Windenergie zu verteilen und zum Teil auf die Stromverbraucher abzuwälzen. Auch seine viertägige Sommerreise in verschiedene Regionen Deutschlands hat für die meisten Menschen eher einen symbolischen Charakter als dass sie den Anschein erweckt, die Energiewende werde vorangetrieben. Geht dem neuen Umweltminister bei diesem Gegenwind schon bald die Puste aus?

Regenerative Energien auf dem Vormarsch – doch wo bleibt die Wende?

Dass die Ziele der Energiewende bis 2022 nicht mehr realisierbar sind, mussten sich Peter Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mittlerweile eingestehen. Dazu kommt, dass das Projekt Milliarden verschlingt und zwar zum Ausbau der erneuerbaren Energien beiträgt, weniger aber zum Klimaschutz. Damit die Strompreise im Zuge der Energiewende aber nicht weiter steigen, ist eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geplant. Wann das sein soll und was konkret geändert wird, steht noch in den Sternen. Sicher ist aber, dass es dazu weitere Treffen geben wird.

Was haltet Ihr von dem Tauziehen um die Energiewende? Kann der Zehn-Punkte-Plan von Umweltminister Altmaier das Projekt endlich vorantreiben?

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