Globales Denken  

2. April 2012

Apple wäre reif für Ökostrom von 123energie

Fauler Apple – der Marktführer kümmert sich noch zu wenig um Ökostrom | Bild: Photocase / Gano10

Fauler Apple – der Marktführer kümmert sich noch zu wenig um Ökostrom | Bild: Photocase / Gano10

Apple kennt man als Innovationsführer. Immer alles schicker und besser als die Konkurrenz. Nur in Sachen Öko-Bilanz steht der IT-Konzern nicht an der Spitze. Greenpeace rügt das Unternehmen sogar in seiner letzten Studie, dem Cool IT Leaderboard – dem neusten Öko-Ranking für IT-Unternehmen wie Google, Fujitsu, Facebook oder eben Apple.

Immerhin wird der Ausstoß von Treibhausgasen, den Rechenzentren und globaler Datenverkehr verursachen, auf eine Größenordnung geschätzt, die nah an den Ausstoß des internationalen Luftverkehrs heranreicht.

Warum Apple so faul wirkt

Klar, die iPhones, iPods und Macs, die Apple auf den Markt bringt sind im Vergleich zur Konkurrenz keine besonderen Stromfresser. Auch Produktion, Transport und Schadstoffgehalt sind vertretbar. Doch dann ging im letzten Jahr ein Ruck durch die Apple-Fangemeinde: Während sich viele Atomausstiegs-Aufkleber auf ihre MacBooks hefteten, wurde bekannt, dass der Strom für das iCloud-Rechenzentrum in Carolina (North Carolina) vom größten Atom- und Kohlekraftwerkebetreiber der USA mit Strom versorgt wird.

Inzwischen hört man verstärkt von Bemühungen des Konzerns in Sachen Ökostrom. Für die Konzernzentrale in Cupertino (Kalifornien) wurde beispielsweis eine gigantische Solaranlage geplant. Mit rund fünf Megawatt Leistung könnte es die leistungsstärkste eigene Solaranlage aller US-Unternehmen werden. Und auch in Maiden (North Carolina) soll Apple sich auf 171 Hektar das Recht erworben haben, ein Solarkraftwerk auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Rechenzentrums zu errichten.

Auch Facebook fehlt im Öko-Ranking

Erst kürzlich war zu lesen, dass das Rechenzentrum von Facebook in Oregon soviel Strom braucht wie der gesamte Landkreis, genau gesagt: 28 Megawatt. Aber Facebook hat viel vor: Das Netzwerk hat ein grünes Rechenzentrum entworfen und die Pläne der Branche zur Verfügung gestellt. Außerdem haben die Facebooker Strom aus Kohlekraftwerken den Kampf angesagt:

Vermutlich wird das beliebte soziale Netzwerk dann immer noch sehr viel Strom brauchen. Aber immerhin sehr viel Ökostrom.

Was Google kann, kann jeder

In der Ausführung des Cool IT Leaderboards heißt es, dass Google, Cisco und Dell bereits 20 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen beziehen, beispielsweise aus Wasserkraftwerken. Greenpeace honoriert, dass sie damit den Ausbau der Quellen fördern. Eine nachahmenswerte Sache! Und selbst für den einzelnen PC-, Apple-, Facebook- oder Google-User mit wenig Einsatz nachzumachen. Denn auch unser 123ökostrom fließt aus Wasserkraftwerken in Schweden und Norwegen in unsere Rechner.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie