Globales Denken  

27. März 2013

Auf der richtigen Spur mit Strom, Wasserstoff und Erdgas: Grüne Kraftstoffalternativen

Aus Liebe zur Umwelt: Umstieg auf alternative Kraftstoffe | Bild: Photocase / suze

Aus Liebe zur Umwelt: Umstieg auf alternative Kraftstoffe | Bild: Photocase / suze

 

Benzin und Diesel sind die wohl bekanntesten und meistverwendeten Kraftstoffe heutzutage. Doch sie verursachen auch eine Menge CO2-Emissionen: Ein verbrannter Liter Benzin verursacht circa 2,64 Kilogramm CO2, ein Liter Diesel 2,33 Kilogramm. Die EU-Kommission nimmt daher die Alternativen zu diesen beiden Kraftstoffen genauer unter die Lupe und präsentierte vor Kurzem eine Strategie hierzu. Eines ist sicher, Auswahlmöglichkeiten gibt es genügend. Wir werfen einen Blick auf drei der vielversprechendsten Alternativen.

Los geht’s – mit Strom

Die größten Hoffnungen werden in die Elektromobilität gelegt. Elektroautos, die mit Strom beziehungsweise im Idealfall mit Ökostrom betrieben werden, gibt es bereits von vielen Herstellern; und auch die Regierung plant, bis 2020 rund 150.000 neue Stromtankstellen zu bauen, um den Verkauf von Elektroautos zu pushen. Leider sind diese derzeit noch sehr teuer in ihrer Anschaffung.

Keine Emissionen dank Wasserstoff

Eine andere Art der Fortbewegung mittels Strom ist dank Wasserstoff möglich. Denn bei dieser Kraftstoffalternative entsteht durch die Reaktion mit Sauerstoff Energie. Eine integrierte Brennstoffzelle wandelt diese dann direkt in elektrischen Strom um. Klarer Vorteil dieser Methode ist, dass keinerlei Abgase entstehen, da nur Wasserdampf erzeugt wird. Verbraucher betrachten den Kraftstoff aber erstaunlicherweise eher kritisch, denn er verursacht keine Motorengeräusche – etwas, das die meisten mit einem Auto verbinden. Darüber hinaus tragen Motorengeräusche auch zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bei, da Fußgänger sich oftmals auf das Geräusch eines nahenden Fahrzeuges verlassen und entsprechend reagieren. Einige Autohersteller arbeiten daher daran, den Fahrzeugen simulierte Motorengeräusche zuzuschalten.

Unterwegs mit LNG und CNG

Was viele wahrscheinlich nicht wissen: Schon 1994 kamen die ersten erdgasbetriebenen Fahrzeuge führender Hersteller auf den Markt. Betankt werden diese Autos mit Flüssig-Erdgas (Liquified Natural Gas, LNG) oder komprimiertem Erdgas (Compressed Natural Gas, CNG). Vorteil ist der deutlich niedrigere CO2-Ausstoß – bis zu 25 Prozent weniger Emissionen im Vergleich zu Benzin und Diesel. Auch die Kosten sind um fast 50 Prozent günstiger. Allerdings muss bedacht werden, dass das Nachrüsten beziehungsweise Umrüsten auf den Erdgasbetrieb bis zu 5.000 Euro kosten kann.

Alternative Kraftstoffe werden immer wichtiger in Hinblick auf die schwindenden Ölreserven. Leider sind das Umrüsten und die Batterien für die umweltfreundlichen Fahrzeuge noch sehr teuer und schrecken daher viele Verbraucher vom Kauf ab. Doch auf lange Sicht gesehen, rechnet sich die Anschaffung und ist darüber hinaus noch gut für die Umwelt.

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