Zukunft Energie  

2. Mai 2013

Auf Schatzsuche nach Öl und Gas: Was bringt die Zukunft fossiler Energieträger?

Die Jagd nach Ressourcen: Fossile Energien auf dem Rückgang | Bild: Photocase / froodmat

Die Jagd nach Ressourcen: Fossile Energien auf dem Rückgang | Bild: Photocase / froodmat

Eine neue Studie der „Energy Watch Group“, einem internationalen Netzwerk aus Wissenschaftlern und Parlamentariern, hat ergeben, dass die fossilen Energien viel früher aufgebraucht sind als erwartet. Das Maximum der Erdölförderung ist schon erreicht und die angesammelten Vorräte werden bis 2030 deutlich zurückgehen. Aus diesem Grund wird der Ausbau von erneuerbaren Energien immer wichtiger. Dieser schreitet zwar stetig voran – ein Verzicht auf konventionelle Energieträger ist aber noch nicht möglich, da nicht genügend Energie aus Sonne, Wind und Wasser stammt, um den gesamten Verbrauch zu decken. Dafür fehlt es derzeit noch an Speichermöglichkeiten.

Aktuelle Methoden zur Gas- und Ölförderung: Öl aus Teersanden

Die Branche rund um die Erdöl- und Erdgasunternehmen hat sich in den letzten Jahren Alternativen einfallen lassen, um weitere Vorräte der endlichen Ressourcen zutage zu bringen. Eine davon ist die Förderung von Öl aus Teersand, auch Ölsand genannt. Diese Art der Ölgewinnung findet hauptsächlich in Kanada statt. Hierbei werden im Tagebau Sand und Boden abgetragen. Im zweiten Schritt wird aus dem Sand Bitumen, ein Gemisch aus Kohlenstoffen, Schwefel, Sauerstoff und Stickstoff, gewonnen und für den Transport via Pipelines verflüssigt. So kann Bitumen später zu Rohöl verarbeitet werden.

Mit Fracking zu mehr Gas

Bei der alternativen Gewinnung von Erdgas setzt man große Stücke auf Fracking – eine sehr umstrittene Methode, die vor allem in den USA Anwendung findet. Dabei nehmen Maschinen Bohrungen an den Gesteinsschichten vor: Eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien wird dann unter hohem Druck in Bohrlöcher gepumpt und löst das Gas aus den Gesteinsporen, um es anschließend abzusaugen. In Deutschland kommt Fracking derzeit nicht zum Einsatz. Es fehlt im Vergleich zu den USA an Bohrfläche.

Kleine Bohrung, große Auswirkung – Fracking ist stark umstritten. | Bild: Flickr / lockthegate

Kleine Bohrung, große Auswirkung – Fracking ist stark umstritten. | Bild: Flickr / lockthegate

Riskante Aufholjagd: Folgen von Fracking und dem Abbau von Ölsand

Die Versuche, neue Gas- und Ölvorräte zu erschließen, sind laut der Studie der „Energy Watch Group“ nur von kurzem Erfolg gekrönt und deuten eher darauf hin, wie schwierig der richtige Umgang mit den fossilen Energien ist. Schwer wiegen auch die Nachteile dieser Fördermethoden: Für die Erdölgewinnung durch Ölsand werden mehrere hundert Quadratkilometer Wald gerodet und Fracking stellt durch die Verwendung von Chemikalien eine direkte Gefahr der Grundwasserverschmutzung dar. Auch die Energiepreise sinken durch die umstrittenen Methoden nicht. Im Gegenteil: Seit dem Jahr 2000 stiegen die Kosten von 20 Dollar auf über 100 Dollar pro Barrel.

Um die Umwelt also nicht zu stark zu belasten, ist ein bewusster Umgang mit Öl und Gas gefragt. Gibt es in Zukunft dann Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energien, mit denen eine kontinuierliche Versorgung sichergestellt ist, so können auf konservative Energieträger auf lange Sicht weitgehend verzichtet werden.

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