Globales Denken  

17. August 2018

CO2-Emissionen verringern: Was kann ich persönlich tun?

Laufen, wo es nur geht und dabei CO2-Ausstoß vermeiden – eine Win-Win-Situation für beide Seiten | Bild: photocase, kallejipp

Laufen, wo es nur geht und dabei CO2-Ausstoß vermeiden – eine Win-Win-Situation für beide Seiten | Bild: photocase, kallejipp

 

Feierabend. Schnell noch ein paar Besorgungen machen. Dabei kaufen wir lieber ein bisschen mehr ein, um zuhause mehr Auswahl zu haben. Auch das hübsche gelbe Kleid muss es morgen sein, also schnell hinein in die Waschmaschine – separat, denn andere gelbe Wäsche ist gerade nicht vorhanden. Jetzt noch schnell eine Pizza in den Ofen schieben und in der heißen Wanne entspannen.

Klingt gut? Nun, was uns guttut, sieht für die Umwelt schon ganz anders aus. Denn all diese Verhaltensweisen erhöhen den eigenen CO2-Fußabdruck und haben so Einfluss auf unser Klima.

Was ist eigentlich der eigene CO2-Fussabdruck?

Hierbei handelt es sich um die Menge an CO2-Ausstoß, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht und so den Treibhauseffekt vorantreibt. Möchte man wissen, wie die eigene Klimabilanz aussieht, kann man den CO2-Fußabdruck berechnen. Hierzu sind einige Angaben zum Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Transport und zu den Essgewohnheiten notwendig. Je mehr CO2-Emissionen verursacht werden, desto größer ist der Fußabdruck. Die persönliche CO2-Bilanz ist somit ein Nachhaltigkeitsindikator, der den eigenen Ressourcenverbrauch in Relation zur Biokapazität der Erde setzt. Der errechnete CO2-Wert wird in Tonnen ausgedrückt. In 2015 wurden knapp neun Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Kopf und Jahr in Deutschland erzeugt. Damit gehören wir zu den Ländern, die weltweit am stärksten zum Klimawandel beitragen.

 

Aktiv gegen die CO2-Emissionen: Den Anfang macht das Strom sparen

Klimaschonend zu leben ist gar nicht so schwer. In vielen Bereichen des Alltags kann man schon durch kleine Verhaltensänderungen positive Auswirkungen auf die eigene CO2-Bilanz erzielen.

  • Zunächst einmal gilt es, Strom zu sparen, wo dies eben möglich ist. Dass eine fast leere Waschmaschine nicht umweltschonend ist, LED-Lampen besser sind als die alten Glühbirnen und Elektrogeräte nicht im Standby laufen sollten, versteht sich von selbst, oder? Wer mag, kann darüber hinaus durch eine Umstellung auf Ökostrom den CO2-Ausstoßes deutlich senken.
  • Beim Heizen hilft es, die Temperatur daheim um ein bis zwei Grad zu reduzieren. Schon ein Grad Unterschied beeinflusst den CO2-Ausstoß um zehn Prozent. Nach oben genauso wie nach unten. Hilfreich sind hierbei auch Heizkosten-Apps.
  • Bei der Ernährung gilt grundsätzlich: Frisch ist besser als verarbeitet. Da zudem nicht-tierische Produkte einen deutlich niedrigeren CO2-Wert aufweisen, sollte man öfter mal auf Fleisch, Butter und Co. verzichten. Das nützt nicht nur dem Geldbeutel. Auch sollten möglichst wenige Lebensmittel weggeworfen werden. Dann doch lieber die Freunde zum Reste-Essen einladen!
  • Auf allen Wegen gilt: Sofern der Weg zumutbar ist und es nicht in Strömen regnet, lohnt es sich, das Rad oder die Füße zu nutzen. So lernt man auch gleich die Gegend viel besser kennen. Beim Reisen lässt sich zumindest auf kürzeren Strecken statt des Fliegers auch gut die Bahn nehmen.

 

Und wo stehe ich?

Um zu sehen, wie hoch der eigene derzeitige CO2-Ausstoß ist, gibt es spezielle CO2-Rechner. Liegt das Ergebnis unterhalb des deutschen Durchschnitts? Super! Möchtest Du Deinen Fußabdruck verkleinern? Dann nimm Dir am besten einen Punkt nach dem nächsten vor und feiere Deine „Etappensiege“. So ist es einfacher, als sich alles auf einmal vorzunehmen.

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