Globales Denken  

10. April 2014

CO2-Emissionen verringern: Was kann ich persönlich tun?

Laufen, wo es nur geht und dabei CO2-Ausstoß vermeiden – eine Win-Win-Situation für beide Seiten | Bild: photocase, kallejipp

Laufen, wo es nur geht und dabei CO2-Ausstoß vermeiden – eine Win-Win-Situation für beide Seiten | Bild: photocase, kallejipp

 

Feierabend. Schnell noch ein paar Besorgungen machen. Dabei kaufen wir lieber ein bisschen mehr ein, um zuhause mehr Auswahl zu haben. Auch das hübsche gelbe Kleid muss es morgen sein, also schnell hinein in die Waschmaschine – separat, denn andere gelbe Wäsche ist gerade nicht vorhanden. Nun noch schnell eine Pizza in den Ofen schieben und in der heißen Wanne entspannen.

Klingt gut? Nun, was uns gut tut, sieht für die Umwelt schon ganz anders aus. Denn all diese Verhaltensweisen erhöhen den eigenen CO2-Fußabdruck und haben so Einfluss auf unser Klima.

Was ist eigentlich der eigene CO2-Fussabdruck?

Hierbei handelt es sich um die Menge an CO2-Ausstoß, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht und so den Treibhauseffekt vorantreibt. Möchte man wissen, wie die eigene Klimabilanz aussieht, kann man den CO2-Fußabdruck berechnen. Hierzu sind einige Angaben zum Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Transport und zu den Essgewohnheiten notwendig. Je mehr CO2-Emissionen verursacht werden, desto größer ist der Fußabdruck. Die persönliche CO2-Bilanz ist somit ein Nachhaltigkeitsindikator, der den eigenen Ressourcenverbrauch in Relation zur Biokapazität der Erde setzt. Der errechnete CO2-Wert wird in Tonnen ausgedrückt. In 2012 wurden elf Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Kopf und Jahr in Deutschland erzeugt. Mehr als die Hälfte davon verursacht durch private Haushalte. Insgesamt verbrauchen wir also mehr Ressourcen als die Erde jährlich bereitstellen kann. Erschreckenderweise leben wir bereits seit den 70er Jahren über unsere Verhältnisse. Um dies zu verdeutlichen wurde der Earth Overshoot Day ins Leben gerufen, also der Tag, an dem wir die natürlichen Ressourcen des ganzen Jahres verbraucht haben. 1993 fiel dieser Tag noch auf den 31. Oktober, 2013 bereits auf den 20. August und liegt somit jedes Jahr etwas früher.

 

Aktiv gegen die CO2-Emissionen: Den Anfang macht das Strom sparen

Klimaschonend zu leben ist gar nicht so schwer. In vielen Bereichen des Alltags lassen sich bereits durch kleine Verhaltensänderungen positive Auswirkungen auf die eigene CO2-Bilanz erzielen.

  • Zunächst einmal gilt es, Strom zu sparen, wo dies eben möglich ist. Dass eine fast leere Waschmaschine nicht umweltschonend ist, LED-Lampen besser sind als die alten Glühbirnen und Elektrogeräte nicht im Standby laufen sollten, versteht sie von selbst, oder? Wer mag, kann darüber hinaus durch eine Umstellung auf Ökostrom direkt 50 Prozent des CO2-Ausstoßes einsparen.
  • Beim Heizen hilft es, die Temperatur daheim um ein bis zwei Grad zu reduzieren. Denn: Schon ein Grad Unterschied beeinflusst den CO2-Ausstoß um zehn Prozent. Nach oben genauso wie nach unten. Hilfreich sind hierbei auch Heizkosten-Apps.
  • Bei der Ernährung gilt grundsätzlich: frisch ist besser als verarbeitet. Da zudem nicht-tierische Produkte einen deutlich niedrigeren CO2-Wert aufweisen, sollte man öfter mal einen vegetarischen Tag einlegen. Das nützt nicht nur dem Geldbeutel. Auch sollten möglichst wenige Lebensmittel weggeworfen werden. Dann doch lieber die Freunde zum Reste-Essen einladen!
  • Auf allen Wegen gilt: Sofern der Weg zumutbar ist und es nicht in Strömen regnet, lohnt es sich, das Rad oder die gesunden Füße zu nutzen. So lernt man auch gleich die Gegend viel besser kennen. Beim Reisen lässt sich zumindest auf kürzeren Strecken statt des Fliegers auch gut die Bahn nehmen. Eine Studie zum Forschungsprojekt „KlimaAlltag“ zeigte, dass gerade Menschen, die auf ihr Geld achten müssen, eine gute CO2-Bilanz aufweisen, beispielsweise durch den Verzicht auf ein eigenes Auto, Flugreisen oder hohen Konsum.

 Und wo stehe ich?

Um zu sehen, wie hoch der eigene derzeitige CO2-Ausstoß ist, gibt es spezielle CO2-Rechner. Liegt das Ergebnis unterhalb des deutschen Durchschnitts? Prima! Über eigene Anregungen und Ideen, wie der ökologische Fußabdruck möglichst gering gehalten werden kann, freuen wir uns! Hinterlasst hier gerne Eure Kommentare!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie