Globales Denken  

24. Februar 2011

Die E-world und ihre smarten Ideen

Smart energy Gemeinschaftsstand in der neuen Halle 7 | Bild: E-world-2011.com

Smart energy Gemeinschaftsstand in der neuen Halle 7 | Bild: E-world-2011.com

 

41.000 Quadratmeter Energie und Wasser mitten im Ruhrpott: In Essen traf sich drei Tage lang die Welt der Energie. 544 Aussteller aus 20 Ländern präsentierten ihre Zukunftsvisionen. Wie funktioniert zum Beispiel Nachhaltigkeit? Und welche Erfindungen verändern unser Verständnis grundlegend? Viele Antworten und keine Frage, dass auch wir mittendrin waren! Es gab viel zu entdecken.

Wie man heute smart Strom spart

In Halle 1 stellten die Pfalzwerke Lösungen für Ihre Geschäftskunden vor: strukturierte Energiebeschaffung und die neue Online-Portfolioplattform PFM//net. Neuheiten für den privaten Verbrauch gab es unter anderem in Halle 7 beim Thema „Smart Energy“. Letztes Jahr bekamen die Trendthemen wie „Smart Metering“ noch keine eigene Halle. Aber die Vernetzung von Geräten oder der Einsatz von intelligenten Zählern sind inzwischen ja längst keine Science-Fiction mehr. Am Ende des Tages hilft die schlaue Technik, Energie und Geld zu sparen. Künftig können Haushaltsgeräte beispielsweise so programmiert werden, dass sie den günstigsten Stromtarif nutzen. Damit wird es möglich, Trockner, Spülmaschine und Co. so zu programmieren, dass sie erst während der günstigsten Tarife, zum Beispiel während des Nachtstromtarifs, laufen. Gefördert vom Bund und Land Rheinland-Pfalz werden im Pilotprojekt „mySmartGrid“ am Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern solche intelligenten Steuerungssysteme entwickelt. VOLTARIS, ein Unternehmen aus dem Zähler- und Messwesen, hat passend dazu eine spezielle Home-Display-Software entwickelt – den Live Energy Reader. Dieser zeigt jedem Kunden in Echtzeit am eigenen PC, was gerade wie viel Energie verbraucht.

Intelligente Netze für jeden Haushalt

Das EU-Pilotprojekt SEMS in Weilerbach bietet einen etwas anderen Ansatz: Hier werden Projekte umgesetzt, die den Wärmeverbrauch der Gemeinde und den Stromverbrauch reduzieren und außerdem die Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umstellen. Eines der Projekte heißt DEMS (dezentrales Energiemanagementsystem). Bearbeitet wird dieses Kernprojekt vom Institut für Zukunftsenergiesysteme in Saarbrücken in Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement in Birkenfeld. Alle erneuerbaren Stromerzeuger werden dabei mittels einer Software mit den Stromverbrauchern vernetzt. Das soll eine Optimierung der Lasten möglich machen. Weil: Schlau ist, wer seine Geräte dann einschaltet, wenn Wind- oder Sonnenstrom im Netz verfügbar sind.

Unser E-world-Fazit:

Wer sich beim Energiesparen nicht nur auf den Wetterdienst verlassen will, sollte sich die Smart Metering-Technik mal genauer ansehen.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie