E-Lifestyle  

13. März 2014

E-Bikes auf dem Siegeszug – was treibt uns an?

Mit dem Partner mithalten können – einer der Hauptgründe pro E-Bike | Bild: photocase / Bastografie

Mit dem Partner mithalten können – einer der Hauptgründe pro E-Bike | Bild: photocase / Bastografie

 

Während das Elektroauto noch immer Schwierigkeiten hat, sich auf dem Markt zu etablieren, nimmt die Beliebtheit des E-Bikes oder Pedelecs mit jedem Jahr weiter zu. 2012 verkauften sich laut des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) deutschlandweit rund 380.000 Fahrräder – etwa 50.000 mehr als noch im Jahr zuvor. Seit der Markteinführung verkauften sich in Deutschland insgesamt über zwei Millionen Exemplare. Damit liegt die Bundesrepublik europaweit auf Platz eins. Zu den Käufern zählen nicht nur Omas und Opas, sondern ganz im Gegenteil, zunehmend auch jüngere Menschen.

Umweltschutz, Faulheit oder einfach nur Spass?

Da interessiert uns doch brennend: Was sind eigentlich die wahren Gründe, sich für den Kauf eines E-Bikes zu entscheiden? Die urbane konzepte GmbH in Offenbach und das Institut für Humangeographie an der Frankfurter Goethe-Universität haben sich genau mit dieser Frage beschäftigt. In einer aktuellen Studie – die erste sozialwissenschaftliche Studie dieser Art in Deutschland! – fanden sie Interessantes heraus:

Überraschenderweise sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht die primären Gründe, ein E-Bike zu kaufen. Stattdessen möchten die Fahrer mit ihren Partnern mithalten oder beispielsweise Anhänger für den Transport der Grillausrüstung mühelos mit sich führen. Der elektrische Motor hilft bei solchen Problemen, da er den Fahrer bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 beziehungsweise 45 Kilometern pro Stunde (je nach Modell) unterstützt. Dadurch können steile oder konditionell anspruchsvolle Wege bezwungen werden. Die erste Fahrt mit einem E-Bike löst laut der Studie jedenfalls eine regelrechte Begeisterung aus. Es ist ebenso flexibel wie ein gewöhnliches Fahrrad, strengt aber kaum an. Dadurch entsteht ein Wow-Effekt, der viele dazu animiert, das E-Bike anderen Fortbewegungsmitteln vorzuziehen.

E-Bikes in der Rush-Hour

Für viele ist das E-Bike nicht nur ein motorisiertes Fahrrad – in mancherlei Hinsicht hat es sogar das Auto ersetzt. Der ökologische Verkehrsclub VDC führte hierzu 2013 eine eigene Studie durch. Das Ergebnis: Über 50 Prozent nutzen das Pedelec für den Weg zur Arbeit und 36 Prozent fahren sogar täglich damit. Vor allem bei kurzen Strecken, für die eine Fahrt mit dem Auto oft zu umständlich ist, punktet das elektrische Fahrrad.

Rent a Pedelec

Doch E-Bikes sind ein teures Vergnügen: Durchschnittlich 2.000 Euro kostet ein hochwertiges Modell. Manche greifen daher auf spezielle Pedelec-Kits zum Aufrüsten herkömmlicher Fahrräder zurück. Mittlerweile gibt es auch hunderte von Mietstationen für Pedelecs, verteilt auf nahezu alle Regionen im Bundesgebiet. Genutzt werden sie hauptsächlich für Urlaubstouren oder innerstädtische Strecken. Verkehrsgesellschaften wie der hessische RMV oder die Münchener MVG bieten diesen Service ebenfalls an. Somit können auch diejenigen auf ein E-Bike zurückgreifen, die kein eigenes Modell brauchen oder das nötige Geld dafür nicht besitzen.

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