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29. November 2010

Echter Ökostrom – woran man ihn erkennt

Grüner Strom aus der Steckdose | Foto: jarts / photocase.com

Grüner Strom aus der Steckdose | Foto: jarts / photocase.com

Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Energien, also Wind, Sonne, Wasser, Erde, Biogas oder -masse. Der Strom wird ökologisch vertretbar hergestellt. Dementgegen stehen die endlichen Ressourcen wie Kohle oder Erdöl und natürlich auch die atomare Energie. Was passiert, wenn man zum Ökostrom wechselt? Der Stromanbieter muss dann gewährleisten, dass die Menge an Strom, die der Kunde im Jahr verbraucht, aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Um die Stromqualität für seine Kunden sicherzustellen, kann der Versorger Ökostrom auf verschiedenen Wegen einkaufen – direkt von einem Anlagenbetreiber oder als Zertifikat. Dabei ist es besonders wichtig, dass der produzierte Ökostrom nur einmal verkauft wird. In diesem Fall nutzt 123energie die Kompetenz des TÜV, des Technischen Überwachungsverein der Bundesländer, der für uns überprüft, dass der Anlagenbetreiber seine Erzeugung nicht mehrfach vermarktet. Daneben überprüft der TÜV auch noch andere Eigenschaften der Erzeugung – und vergibt Siegel mit einer ID-Nummer. Gibt man diese Nummer auf der Website www.tuvdotcom.com ein, wird aufgezeigt, welche Kriterien das jeweilige Zertifikat erfüllt.

Was zertifizieren die TÜV-Ökosiegel?
Die Ökosiegel vom TÜV zeichnen Produzenten aus, die Strom aus regenerativer Energie erzeugen. Insbesondere muss die Stromerzeugung in den Kraftwerken CO2-neutral erfolgen. Trotzdem haben die verschiedenen TÜV-Zertifikate im Detail unterschiedliche Kriterien. Jedes Zertifikat wird einzeln beim TÜV beantragt und hat deshalb auch einen eigenen Namen und eine eigene ID-Nummer. Der Nachweis, der auch für den Ökostrom von 123energie gilt, heißt Renewable+. Er umfasst zusammenfassend folgende Punkte:

1. RECS-Zertifikate werden als Herkunftsnachweis genutzt.
RECS steht für „Renewable Energy Certificate System“. RECS-Zertifikate sind Herkunftsnachweise für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien.

2. Die Produktionsanlagen und deren Eigentümer sind eindeutig identifizierbar.
Das heißt, es ist nachvollziehbar, wo der Strom herkommt und unter welchen Bedingungen er erzeugt wurde. Zum Beispiel auch, ob er tatsächlich CO2-neutral hergestellt wurde.

3. Es ist sichergestellt, dass die Betreiber in neue Ökostrom-Anlagen investieren.
Ein zertifizierter Eigentümer einer Anlage für regenerative Energien verpflichtet sich im jeweiligen Lieferjahr Geld für eine neue Anlage oder die Erweiterung oder Verbesserung einer bestehenden auszugeben. Dadurch wachsen die Branche und ihre Möglichkeiten. Immerhin handelt es sich um besonders innovationsabhängige Technologien.

4. Die Bedingungen und die Mittelverwendung werden einer jährlichen Prüfung unterzogen.
Das bedeutet, ein solches Zertifikat wird nicht staubig. Jedes Jahr aufs Neue muss ein Anbieter die Kriterien erfüllen.
Mit derartigen Siegeln wird Ökostrom zum geschützten Begriff. Und transparent für jeden, der lieber grünen Strom aus der Steckdose zapft…

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie