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So ist das Spülbecken für die Katze frei... |photocase.de, kemai
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17. Januar 2018

Energiesparen mit der Spülmaschine

Die Spülmaschine ist eine tolle Erfindung: Die richtige Bedienung spart  nicht nur Nerven und Zeit, sondern auch Energie und bis zu 70 Prozent Wasser. Das freut natürlich nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Die Sparsamkeit hängt von dem Maschinenprogramm, der Wassertemperatur, der Spüldauer und dem Spülmittel ab.

Energiesparen durchs korrekte Anschließen der Spülmaschine

Das Erhitzen des Spülwassers macht einen Großteil des Energieverbrauchs aus. Schließt Du die Spülmaschine direkt an den Warmwasseranschluss an, sparst Du jedoch nicht direkt Energie. Wird das warme Wasser im Haus zum Beispiel durch Wärmepumpen oder Solarenergie erzeugt, kann es sich durch die niedrigen Betriebskosten durchaus lohnen. Gegen den Warmwasseranschluss spricht, dass alle Waschgänge dann mit warmem Wasser durchgeführt werden, auch wenn dies nur für den Haupt- und Klarspülgang nötig ist.

Spülmaschine an Wasser-Härtegrad anpassen

Auf der Website Deines örtlichen Wasserversorgers steht, welchen Härtegrad das Wasser aus Deiner Region hat. Bei einigen Spülmaschinen gibt es Einstellungen zum Härtegrad und dies ist durchaus sinnvoll. Je nach Wasserhärte muss das Wasser zum effektiven Spülen mit speziell für Geschirrspüler erhältlichem Salz, sogenanntem Regeneriersalz, enthärtet werden. Nur durch regelmäßig aufgefülltes Spülmaschinensalz und die richtige Einstellung des Härtegrads reinigt der Geschirrspüler effektiv.

Energiesparen durch Vorspülen?

Soll ich mein Geschirr per Hand vorspülen bevor ich es in die Spülmaschine räume? Unsere Antwort lautet ganz klar: Nein, das ist nicht nötig. Wenn Du unsere anderen Tipps befolgst, dann reicht’s aus, nur die gröbsten Essensreste vom Geschirr zu entfernen.

Das Einräumen der Spülmaschine

Das korrekte Einräumen der Spülmaschine führt selbst in den besten Beziehungen zu Unstimmigkeiten – wir kennen es :).
Wichtig ist, dass jedes Geschirrstück von Wasser umflossen wird. Überfüllte Spülmaschinen reinigen nicht effektiv – das Geschirr muss dann per Hand gespült werden, was wiederum nicht gerade energiesparend ist. Bretter aus Holz, Geschirr mit Goldrand oder einige Kunststoffarten sollten von Hand gespült werden. Gläser und Tassen sollten so eingestellt werden, dass sich kein Schmutzwasser in ihnen sammelt, spitze, scharfe Messer lieber mit der Klinge nach unten einsortieren. Ob Besteck mit dem Griff nach oben oder unten in den Besteckkasten gestellt wird, macht aus hygienischen Gesichtspunkten übrigens keinen Unterschied.

Auch bei der Auswahl des Reinigers kann Geld gespart waren

6-in-1-Hochglanz-Krusten-Fett-weg-Tab: die Auswahl an Reinigern mit angeblich praktischen Funktionen ist riesig. Wenn Klarspüler und Salz eingefüllt sind, reicht allerdings ein einfaches Reinigungsmittel ohne diverse Multifunktionen. Häufig ist auch Spülmittel in Pulverform günstiger, genauso wie Großpackungen.
Seit 2017 hat die EU härtere Regeln gegen das häufig in konventionellen Reinigern gegen Kalk eingesetzte Phosphat erlassen. Phosphat, das über das Abwasser ins Grundwasser gelangt, kann für Tiere und Pflanzen eine Gefahr darstellen. Neuentwickelte Spülmittel und die meisten biologischen Reiniger setzen auf weniger problematische Enzyme.

Das richtige Programm auswählen

Viele spülen ihr Geschirr aus Bequemlichkeit stets mit dem gleichen Spülprogramm. Spülmaschinen verfügen jedoch über viele Programme, die je nach Verschmutzungsgrad eingestellt werden können :). Töpfe und stark eingetrocknete Essenreste sollten mit einem wärmeren Programm gespült werden. Einmal im Monat sollte ein Programm auf 65 Grad laufen, um zu verhindern, dass sich Fett in der Maschine ablagert. Bei wenig verschmutztem Geschirr genügt meist das Schnellreinigungsprogramm. Das Energiesparprogramm dauert häufig etwas länger, spart aber Wasser und Strom.

Und wenn Du jetzt noch regelst, wer die Spülmaschine ein- und ausräumt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie