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Erstaunliche Energie-Fakten: Perfekt für jeden Smalltalk
Energiefacts mit Wow-Effekt | photocase.com, cydonna
28. September 2018

Erstaunliche Energie-Fakten

Bestes Futter für Deinen nächsten energiegeladenen Small-Talk ist natürlich die eigene Solaranlage auf dem Dach oder Dein neustes Elektroauto-Modell – falls Du mit beidem (noch) nicht dienen kannst, begeistere Dein Gegenüber doch einfach mit erstaunlichen Energie-Fakten, die Dich ganz schön schlau dastehen lassen. Hier kommt sechs Mal Energiewissen to go:

Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 1: Mit Fritierfett auf Reisen

Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden solltest Du Dir die landestypisch zubereiteten, grandiosen Pommes frites, besser gesagt „friet“, nicht entgehen lassen. Das ausgediente Frittierfett wird übrigens nicht einfach weggekippt, sondern von der holländischen Fluggesellschaft KML tatsächlich als Bio-Treibstoff genutzt – anstatt des üblichen, nicht gerade nachhaltigen Kerosins, das aus Erdöl gewonnen wird. Leider braucht es noch viel Energie, um das Fett zu reinigen und für die Flieger aufzubereiten. Wir hoffen auf eine energieeffiziente Weiterentwicklung und reisen erst mal weiter mit dem Zug nach Holland.

Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 2: Irgendwie riecht’s hier seltsam

„Hier riecht es nach Gas!“ – Ein alarmierender Satz, den man als echter Energiebesserwisser nicht stehenlassen kann. Erdgas selbst riecht nämlich nach … nichts. Ein auffälliger Geruchsstoff wird dem Gas absichtlich beigemischt, damit man schnell reagieren kann, falls irgendwo Gas austritt. Der seltsame Geruch kann also Leben retten.

Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 3: Kick it!

Ein Fußball, der Strom erzeugt – den haben clevere Studenten aus den USA entwickelt. Nach rund einer Stunde Kicken kann durch den erzeugten Strom eine LED-Lampe drei Stunden lang leuchten. Es gilt, ordentlich Stoff beim Spiel zu geben, denn je mehr der Ballt rollt und in Bewegung ist, desto mehr Strom erzeugt er. Dafür sorgt eine Art Dynamo im Inneren des Balls. Das Tollste an diesem Projekt: Wer einen der Bälle kauft, sorgt dafür, dass ein Kind in einem Land, in dem Strom nicht selbstverständlich zur Verfügung steht, ebenfalls einen bekommt – und zwar umsonst.

Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 4: Schmutziges Internet

Es ist so einfach: Frage bei Google eingeben und zack, erhält man eine Menge Antworten. Das kostet! Und zwar sehr viel Energie. Google verbraucht pro Jahr ca. 4.402.836 Megawattstunden Strom. Also ungefähr so viel wie 1,4 Millionen deutsche Privathaushalte in derselben Zeit. Dass der Internet-Konzern so ein heftiger Stromkiller ist, liegt zum Großteil an den enormen Rechenzentren, wo die riesigen Datenmengen verarbeitet werden, die die Google-Suche überhaupt erst möglich machen. Die gute Nachricht: Der Google-Konzern nutzt seit 2017 zu 100 % Ökostrom, der vor allem durch Windenergie erzeugt wird.

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Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 5: Kuschelig-warme Kühe

Was Bauern früher ganz selbstverständlich gemacht haben, könnte auch heute noch funktionieren: Einfach Nutztiere wie Kühe ins Haus holen und deren kuschelige Körperwärme zum Einheizen nutzen. Die Wärme, die drei ausgewachsene Kühen innerhalb eines Jahres abgeben, würde ausreichen, um eine zugige Altbauwohnung mit 100 Quadratmetern tagelang zu heizen. Grandioses Energiewissen in Zeiten steigender Heizkosten? Nun ja, da wäre ja noch der Methan-Ausstoß der Kühe und der etwas „gewöhnungsbedürftige“ Geruch … Dann vielleicht doch lieber auf die Körperwärme kuscheliger Mitmenschen zurückgreifen.

Erstaunlicher Energie-Fakt Nr. 6: Heiße Lederhosen

Kurze Lederhosen und knappes Dirndl sind eigentlich ein bisschen frisch im Oktober. Fürs Oktoberfest ist diese Bekleidung allerdings genau die richtige, wenn man den Energie-Fact bedenkt, dass es auf der Münchner Theresienwiese immer gute 10 Grad wärmer ist als im Rest von München. Die abertausenden Besucher halten sich mit Körperwärme gegenseitig auf lauschiger Temperatur.
Noch mehr Oktoberfest-Energiewissen: Während der 18 Tage, die das Oktoberfest dauert, werden fast drei Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht – so viel, wie sonst eine Kleinstadt mit ca. 20.000 Einwohnern benötigt. Damit das Riesenrad erstrahlt, in den Buden die Würschtl brutzeln können und die Gartenheizungen die Festzelte warmhalten, werden rund 43 Kilometer Kabel verlegt. Zusätzlich werden rund 200.000 Kubikmeter Erdgas verbraucht, das entspricht dem jährlichen Bedarf von ca. 85 Einfamilienhäusern. Wenn auch nicht gerade an Energie gespart wird bei diesem Volksfest, beziehen zumindest immer mehr Festwirte und Schausteller Ökostrom.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie