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5. Juni 2013

Filmtipp: Promised Land

Steve Butler (Matt Damon) und Sue Thomason (Frances McDormand) haben einen klaren Auftrag: Bohrrechte für die Erdgasgewinnung eines großen US-Energiekonzerns sichern. So machen sich die beiden auf den Weg in eine Kleinstadt im Norden Pennsylvanias in den USA. Getarnt mit Flanellhemd und einem alten Auto wollen sie die Farmer der kleinen Gemeinde überreden, ihre Ländereien an den Energiekonzern zu verpachten. Zunächst sieht das Ganze nach einem leichten Job aus: Gelockt mit Millionengewinnen treten einige Grundstücksbesitzer die Nutzungsrechte ab. Denn Geld können die Menschen in der von wirtschaftlichen Krisen gebeutelten Gegend gut gebrauchen. Alles läuft wie am Schnürchen – bis Umweltschützer Dustin Noble (John Krasinsky) gegen Butler und Thomason vorgeht. Er macht auf die Risiken der Methode des Energiekonzerns zur Erdgasgewinnung aufmerksam und berichtet von der Verseuchung seiner Farm. Butler muss zusehen, wie sein Vorhaben mehr und mehr ins Wanken gerät.

Fracking – Hoffungsträger oder Bösewicht?

Ländliche Idylle trifft auf US-Energiekonzern. „Promised Land“ ist das dritte gemeinsame Projekt von Hollywoodstar Matt Damon und Regisseur Gus Van Sant nach „Good Will Hunting“ und „Gerry“. Das Politdrama greift die Diskussion um die umstrittene Methode zur Energiegewinnung aus Schiefergas auf. Beim sogenannten Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien eingesetzt, um an Naturgase heranzukommen. Dieses wird mit hohem Druck in das Schiefergestein gepumpt. Durch die entstehenden Risse kann das Gas entweichen und für die Energieproduktion gewonnen werden. Die Gasförder-Methode boomt derzeit vor allem in den USA und kurbelt das Wirtschaftswachstum des Landes an. Doch der Einsatz des Chemiecocktails bleibt nicht ohne Folgen: Giftige Substanzen können dabei in das Grundwasser gelangen und belasten die Umwelt. Aktuell wird Fracking in Deutschland nicht angewandt. Auf politischer Ebene ist noch keine konkrete Entscheidung für oder gegen die Methode getroffen. Kinofans können sich mit „Promised Land“ ab dem 13. Juni auf der Leinwand aber schon einmal einen Eindruck vom Thema verschaffen.

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