#Energiewender  

Ungebremste Naturpower: Das ostnorwegische Wasserkraftwerk HOL 3 bezieht sein Wasser aus dem Holsfjord-Wasserfall | Bild: © Bischoff & Ditze Energy GmbH
Ungebremste Naturpower: Das ostnorwegische Wasserkraftwerk HOL 3 bezieht sein Wasser aus dem Holsfjord-Wasserfall | Bild: © Bischoff & Ditze Energy GmbH
29. Januar 2016

Grüne Qualität. Der Mann des Ökostroms.

Die Energiewende. Alle wollen sie. Alle warten auf sie. Aber wer macht sie? In unserer Rubrik #Energiewender stellen wir Menschen vor, die das Heft in die Hand nehmen und ihr Puzzleteil zur Energiewende beitragen.

Sie sind alltagstaugliche Helden nachhaltiger Nutzung von Energie und klimafreundlichen Lebens – mit großen und mit kleinen Taten.

In unserem Blog berichten wir über einige von ihnen. Heute mit Alexander Fabritz, Produktmanager für Ökostrom und Ökogas, der die Qualität der 123energie-Produkte aus regenerativen Energien sicherstellt und für deren Zertifizierung verantwortlich ist.

Alexander Fabritz kümmert sich als Produktmanager um die Qualität der 123energie Ökostrom- und Ökogasprodukte | Bild: A. Fabritz

Alexander Fabritz kümmert sich als Produktmanager um die Qualität der 123energie Ökostrom- und Ökogasprodukte | Bild: A. Fabritz

123energie: Woher kommt der Ökostrom von 123energie?

Alexander Fabritz: Der Ökostrom von 123energie stammt zu 100 Prozent aus Wasserkraftwerken skandinavischer Länder. Zur Energiegewinnung werden die heimischen Fjorde, Seen und Wasserfälle, die dort typisch sind, genutzt. In der Regel wird das Wasser an einer Stelle angestaut. Dadurch entsteht potentielle Energie. Eine Wasserturbine wandelt die daraus resultierende kinetische Energie in mechanische Energie und später mithilfe eines Generators schließlich in elektrische Energie um. Die Energie wird also CO2-frei erzeugt.

In den Berg gebaut: Das Wasser fließt vom See Øyangen durch einen 6 km langen Zulauftunnel und eine 700 m lange Druckrohrleitung zur Turbine des Kraftwerks mit 54,5 MW Leistung | Bild: © PeltonMan (CC BY-SA 3.0)

In den Berg gebaut: Das Wasser fließt vom See Øyangen durch einen 6 km langen Zulauftunnel und eine 700 m lange Druckrohrleitung zur Turbine des Kraftwerks mit 54,5 MW Leistung | Bild: © PeltonMan (CC BY-SA 3.0)

123energie: Wann ist Ökostrom hochwertig?

Alexander Fabritz: Hochwertig ist Ökostrom dann, wenn er auch den Ausbau der erneuerbaren Energien fördert. 123energie bezieht den Ökostrom beispielsweise aus Kraftwerken, deren Betreiber sich dazu verpflichtet haben.

Das Label garantiert, dass die Betreiber der Kraftwerke den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern | Bild: 123energie

Das Label garantiert, dass die Betreiber der Kraftwerke den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern | Bild: Bischoff & Dietze Energy GmbH

Die Kraftwerksbetreiber investieren entweder in neue Anlagen, den Ausbau von Anlagen oder in andere ökologische Maßnahmen wie zum Beispiel den Einbau von speziellen Fischtreppen. Das RenewablePLUS Label, das unser Ökostrom hat, garantiert diese direkte Förderung von Anlagen erneuerbarer Energien.

Ein weiteres Qualitätskriterium ist das Alter der Ökokraftwerke. Das ist nicht anders als bei Obst und Gemüse: Ökostrom aus „frischeren“ Kraftwerken hat für die Energiewende eben einen noch höheren Mehrwert. Bei unserem 123ökostrom Premium beispielsweise stammt ein Drittel des Stroms garantiert aus Anlagen, die nicht älter sind als sechs Jahre, ein weiteres Drittel nicht älter als zwölf Jahre – damit wird sichergestellt, dass fortlaufend alte Anlagen durch neue, moderne ersetzt werden. Das ist Teil der Kriterien des Ökostromlabels ok-power.

Ein Gütesiegel für echten Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien | Bild: 123energie

Ein Gütesiegel für echten Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien | Bild: EnergieVision e.V.

123energie: Und so wird jeder Ökostrom-Kunde von 123energie mit jeder Kilowattstunde (kWh), die er verbraucht, selbst zum #Energiewender?

Alexander Fabritz: Genau, denn das Gelingen der Energiewende hängt vom Ausbau der regenerativen Energien und der Integration der Anlagen in unsere Netzlandschaft ab. Durch den Bezug von Strom, der an Neuinvestitionen gekoppelt ist, fördert der Einzelne die Energiewende freiwillig – und zwar über die EEG-Umlage hinaus. Und er beteiligt sich auch an einer Klimaneutralstellung bzw. langfristigen Reduktion von CO2-Emissionen.

123energie: Wie viele Kunden nutzen bereits den Ökostrom von 123energie?

Alexander Fabritz: Aktuell etwa 16 Prozent unserer Stromkunden. Die Tendenz ist gerade in den letzten Jahren steigend!

Zwischen Mooren, Elchen und Nationalparks, in der Nähe der Stadt Oslo: Dieses Kraftwerk nutzt eine Fallhöhe von 98 Metern und verfügt über zwei Francis-Turbinen mit jeweils 30 MW installierter Leistung | Bild: © E-CO Energi AS

Zwischen Mooren, Elchen und Nationalparks, in der Nähe der Stadt Oslo: Dieses Kraftwerk nutzt eine Fallhöhe von 98 Metern und verfügt über zwei Francis-Turbinen mit jeweils 30 MW installierter Leistung | Bild: © E-CO Energi AS

123energie: Wie lange gibt es schon die Ökostrom-Tarife bei 123energie?

Alexander Fabritz: Bereits seit 2007 bietet 123energie Ökostrom-Tarife für Privat- und Gewerbekunden an.

123energie: Zu guter Letzt: Hand aufs Herz. Was gehört privat zu Ihren größten Klimakillern?

Alexander Fabritz: Ich achte im Alltag darauf, möglichst wenig Strom zu verbrauchen und nutze im Haushalt beispielsweise energieeffiziente Elektrogeräte… Aber Fernreisen haben es mir angetan. Darum ist das Fliegen sicher mein wunder Punkt in Sachen Klimaverträglichkeit. Dafür habe ich kein Auto, sondern laufe zur Arbeit.

123energie: Wir bedanken uns für Ihre Offenheit und Expertise!

Alexander Fabritz: Gerne!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie