Globales Denken  

1. Februar 2013

Grünes Licht für Dimmsoftware zur effizienteren Strassenbeleuchtung

Neue Dimmsoftware bringt Licht ins Dunkel: Energie sparen bei der Straßenbeleuchtung | Bild: Photocase/*bonsai*

Neue Dimmsoftware bringt Licht ins Dunkel: Energie sparen bei der Straßenbeleuchtung | Bild: Photocase/*bonsai*

 

Sie schützt die Öffentlichkeit durch ihr helles Licht: die Straßenlaterne. Die Straßenbeleuchtung dient heute in erster Linie der Verkehrssicherheit und wird selbstverständlich mit elektrischer Energie versorgt. Nur an wenigen Orten kommt – überwiegend aus nostalgischen Gründen – noch das ein oder andere gasbetriebene Exemplar zum Einsatz. Die riesigen Lampen spenden auch in deutschen Städten und Ortschaften Licht: Etwa neun Millionen Straßenlaternen säumen die Wege der Bundesrepublik. Doch wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne und so ist es nicht verwunderlich, dass hier enorm viel Strom verbraucht wird.

Einsparprogramm sorgt für Energieverteilung nach Bedarf

Schon seit Jahren drängt sich daher folgende Frage auf: Wie können deutsche Gemeinden und Kommunen die Straßenbeleuchtung energiesparender machen, ohne dass die Verkehrssicherheit darunter leidet? Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) liefert jetzt zusammen mit dem Unternehmen sixData einen Lichtblick für den Klimaschutz. Ein neues Computerprogramm soll Abhilfe schaffen und eine flexible Steuerung der Beleuchtung ermöglichen. Die Helligkeit wird je nach Position der jeweiligen Laterne verringert oder erhöht. So sinkt die Stromzufuhr zum Beispiel in Sommernächten, wenn das Licht in der Umgebung heller ist. Sie nimmt jedoch bei einer höheren Unfallgefahr, etwa an viel befahrenen Kreuzungen, zu. Diese Anpassung der Energieverteilung an die individuellen Bedürfnisse des Standortes soll eine Einsparung von rund 40 Prozent des Stromverbrauchs ermöglichen. Laut Angaben des DBU könnten so jährlich etwa rund 620.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Das Computerprogramm ist bundesweit einsetzbar, denn es funktioniert unabhängig von der Art der Straßenbeleuchtung. Es ist also unerheblich, von wem die Laterne hergestellt wurde und ob sie mit einer Leuchtstoff- oder Quecksilberdampflampe oder mit LED-Leuchten ausgestattet ist.

LED-Lampen rücken deutsche Strassen in ein rechtes Licht

Auch wenn es für die neue Software keinen Unterschied macht, wie die Straßenlaternen betrieben werden, spielt dies für die Umwelt sehr wohl eine Rolle. Im Alltag ist die LED-Lampe längst angekommen. Zwar wurden auch im Straßenverkehr bereits viele der alten Quecksilberdampflampen durch die moderne Technik ersetzt, doch dieser Trend ist noch ausbaufähig. Aus diesem Grund wird der Umstieg auf LED-betriebene Straßenbeleuchtung 2013 zum dritten Mal vom Umweltministerium gefördert – damit in Zukunft nicht nur helles, sondern auch klimafreundliches Licht für Durchblick auf deutschen Straßen sorgt.

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