Know-how  

20. August 2015

Kilowattstunden-Diät Teil 2: Problemzone Rechner, Drucker & Co.

Solche Bildschirmschoner sind ab jetzt tabu! Durch sie wird die Stromrechnung unnötig üppig | Bild: Photocase / spacejunkie

Solche Bildschirmschoner sind ab jetzt tabu! Durch sie wird die Stromrechnung unnötig üppig | Bild: Photocase / spacejunkie

Eigentlich glaubt man sie ja schon zu kennen, die übelsten Stromfresser im Haushalt: Waschmaschine, Herd, Kühlschrank. Doch eine Studie der Energie Agentur.NRW belegt: Ein Viertel des Stromverbrauchs gehen auf das Konto von PC, Drucker, und Co..

Das heimische Büro schreit nach einer Fortsetzung der Kilowattstunden-Diät!

Phase 1: Hart zur Hardware

Röhrenmonitore sehen nicht nur alt aus: Mit bis zu 100 Watt haben sie in Sachen Stromverbrauch ausgedient. Bis zu 70 Prozent sparsamer wäre ein TFT-Flachbildschirm (30-35 Watt).

Beim Rechner gilt: Je mobiler, desto sparsamer. Statt einem modernen PC mit Mehrkernprozessor (bis zu 100 Watt) ein Notebook (30 Watt) zu verwenden, spart bis zu 70 Prozent Strom. Bei einer Nutzung von 4 Stunden täglich und 25 Cent Arbeitspreis pro Kilowattstunde kostet der Desktop-PC rund 36 Euro im Jahr. Ein Tablet-PC (mit bis zu 10 Watt) schlägt sich bei gleicher Nutzungsdauer mit nur 3,60 Euro auf der Stromrechnung nieder.

Phase 2: Schlechte Gewohnheiten abschalten

Die schlechte Nachricht: Der Kauf neuer Geräte – für den Klimaschutz – lohnt sich nicht. Die Herstellung eines Computers beispielsweise verbraucht etwa so viel Energie wie ein Zwei-Personen-Haushalt in einem Jahr. Auch ein neues, energieeffizienteres Laptop kann sich fürs Klima nie rentieren: Wenn das neue Teil beispielsweise zehn Prozent sparsamer ist als das alte, müsste es seinem Besitzer 90 Jahre treue Dienste leisten. Um die Kilowattstunden also guten (Umwelt-)Gewissens zum Schmelzen zu bringen, müssen nun doch die schlechten Gewohnheiten dran glauben! Keine Zeit verlieren. Los geht’s:

  • Den Monitor nach jedem Herunterfahren des PCs ausschalten! Das ergibt ein Einsparpotential von 26 Euro pro Monitor und Jahr, nach einer Studie des Unternehmens MMD 2013
  • Die „Energieoptionen“ der Systemsteuerung richtig einstellen! Wichtig: „Bildschirm ausschalten“ und „Energiesparmodus aktivieren“. Damit lässt sich regulieren, nach wie viel Minuten der Rechner automatisch in den Standby-Modus wechselt.

  • „Black is more beautiful“ für die Stromrechnung: statt eines komplexen Bildschirmschoners überbrückt ein schwarzer Monitor wesentlich stromsparender die kleinen Arbeitspausen!
  • Weniger ausdrucken spart Bäume und Energie! Dabei verbraucht ein Laserstrahldrucker sogar noch viermal so viel Strom wie ein Tintenstrahldrucker. Au backe!

Erkenntnis des Tages

Weniger vorm Rechner zu sitzen, spart Strom, wichtige Ressourcen und schont den Geldbeutel. In diesem Sinne: Ab in den Garten! (Ohne Tablet-PC!)

Stichwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorisiert in:

Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie