Globales Denken  

2. Mai 2012

Macht Strom satt? UN gegen Hungersnot von Afrika

Strom am Ende des Hügels? Der lange, lange Weg zur Elektrifizierung | Bild: Photocase / thomashlavac

Strom am Ende des Hügels? Der lange, lange Weg zur Elektrifizierung | Bild: Photocase / thomashlavac

Verheerende Hungersnöte bedrohen in diesem Moment mehr als 30 Länder der Erde. Allein in der Sahelzone hungern zurzeit rund elf Millionen Menschen. Eines der Hauptprobleme besteht in der fehlenden Stromversorgung. Deshalb hat die UN 2012 das „International Year of Sustainable Energy for All“ als großes weltweites Entwicklungshilfeprojekt mit einer Vielzahl an Projekten rund um Ökostrom ins Leben gerufen.

Strom für die Welt: Elektrizität als Chance auf ein besseres Leben

Zugegeben: Strom kann man nicht essen und er wird alleine auch nicht alle globalen Probleme unserer Zeit lösen. Aber immerhin bietet Elektrizität nicht zuletzt die Chance auf ein besseres Leben für rund 2,5 Milliarden Menschen, die bisher komplett ohne Strom leben oder nur über eine sehr unsichere Stromversorgung verfügen.

Seitens der UN hat man klare Vorstellungen, wie die Elektrifizierung der Entwicklungsländer aussehen soll: Lieber heute als morgen sollen Unmengen an Ökostrom produziert werden, damit all jene Länder, die nun an die Stromversorgung angeschlossen werden, erst gar keine Energiewende brauchen. Von Anfang an soll also in afrikanischen Staaten wie Gambia grüner Strom fließen. Denn mit dem „International Year of Sustainable Energy for All“ will die UN nicht nur Entwicklungshilfe für benachteiligte Staaten, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Entwicklungshilfe mit Ökostrom: Erste Erfolge in Landwirtschaft und Medizin

Erste Erfolgsgeschichten des ehrgeizigen UN-Vorhabens gibt es bereits: In den beninischen Städten Bessassi und Dunkassa wurden solarbetriebene Bewässerungsanlagen installiert. Mit diesen lassen sich die trockenen Böden auch während Dürreperioden bewässern. Somit tragen sie zu einer verbesserten Nahrungsversorgung der Bevölkerung bei. Dass erneuerbare Energien Leben retten können, zeigt zudem der „Solar Suitcase“, der in nigerianischen Krankenhäusern, die häufig von Stromausfällen betroffen sind, zum Einsatz kommt:

 

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