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14. August 2013

Mehr Energiebewusstsein mit Prepaid-Stromzählern

Kleiner Helfer zum Strom und Geld sparen: der Prepaid-Zähler. | Bild: photocase / jala

Kleiner Helfer zum Strom und Geld sparen: der Prepaid-Zähler. | Bild: photocase / jala

Erneuerbare Energien werden vorangetrieben und Maßnahmen zur Energieeffizienz kommen weltweit zum Einsatz. Auch in den eigenen vier Wänden sind Einsparpotenziale vorhanden. Mehr Transparenz beim Energieverbrauch ist möglicherweise ein Schritt in die richtige Richtung.

Verbraucherschützer und die Energiewirtschaft sind sich größtenteils einig, dass Prepaid-Stromzähler ein Zukunftsmodell sein könnten. Mit einem elektronischen Zahlungssystem könnten Energiekunden einen besseren Überblick zum eigenen Verbrauch und den damit verbundenen Kosten erhalten. Das Prinzip ist kinderleicht und ähnelt der Prepaid-Karte für Handys.

Konto aufladen, Strom verbrauchen

Und so funktioniert der Prepaid-Zähler: Das Guthaben einfach online über ein „Energiekonto“ aufladen und Strom zapfen. Damit bezieht der Verbraucher immer so lange Energie, bis das Guthaben aufgebraucht ist. So hat er den eigenen Energiekonsum besser im Blick. Diese Transparenz führt zu einem größeren Bewusstsein für den eigenen Verbrauch, der Strom wird besser eingeteilt, was wiederum Energie und Kosten spart. Die Investitionen für die neuen Zähler liegen dabei in einem überschaubaren Rahmen: Rund 30 Euro kostet es, einen elektronischen Zähler zum Prepaid-Zähler aufzurüsten.

Strom nach Bedarf – Großbritannien macht es vor

In britischen Haushalten sind beispielsweise bereits 3,4 Millionen Prepaid-Stromzähler installiert. Früher wurden diese mit Geldmünzen gefüttert, heute läuft die Bezahlung über Code-Nummern, Daten-Schlüssel oder elektronische Karten. In der Bundesrepublik gibt es vereinzelt schon Vorreiter. Eine großflächige Verbreitung ist aber noch nicht umgesetzt. Im Zuge der Standardisierung von Smart Metern, die bereits bei einigen Versorgern geplant ist, könnte sich das jedoch ändern. Denkbar wäre, zeitgleich auch die Prepaid-Zähler einzubauen.

Neben Stromeinsparungen könnten diese auch eine Lösung für die wachsende Energiearmut sein. Schließlich haben auch in Deutschland viele Bürger Schwierigkeiten, die steigenden Stromkosten aufzufangen. 312.000 Haushalten wurde allein im Jahr 2011 der Strom abgedreht. Für diese Stromkunden wären Prepaid-Stromzähler eine Alternative, um Stromverbrauch und -kosten besser überschauen zu können.

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