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Gut für Mensch und Umwelt – Nachhaltiges Reisen | photocase.de, Nordreisender
Gut für Mensch und Umwelt – Nachhaltiges Reisen | photocase.de, Nordreisender
13. Juli 2016

Nachhaltiges Reisen – ein Gewinn für Mensch und Umwelt

Die Sommerferien stehen vor der Tür oder haben vielerorts bereits begonnen. Doch wie sieht es im Urlaub eigentlich mit dem Thema Nachhaltigkeit aus? Worauf sollte geachtet werden, um möglichst umweltschonend zu reisen? Und was macht eigentlich nachhaltiges Reisen aus?

Unter „nachhaltigem Tourismus“ oder „sanftem Tourismus“ versteht man Reisen, die möglichst sozial und umweltverträglich gestaltet werden. Hier unterscheiden Fachleute zwischen den drei Kriterien Ökologie, Ökonomie und Soziokultur.

Von Anfang an nachhaltig handeln 

Die Anreise macht den Löwenanteil an Umweltbelastung aus, da ein Flug Unmengen an Treibstoff und Energie verbraucht. Um dies auszugleichen, bieten viele Fluggesellschaften Ausgleichszahlungen an. Der CO2 Ausstoß wird so nicht vermieden, aber das Geld wird dann für Umweltprojekte gespendet. Auch auf dem Portal Atmosfair kann man den CO2-Verbrauch seiner Flugreisen berechnen, direkt auf der Seite spenden und somit ein Klimaschutzprojekt unterstützen. Die umweltfreundlichste Art zu reisen ist und bleibt das Bahn fahren. Für Touren innerhalb Europas kann die Bahn immer in Betracht gezogen werden.

Voller Energie im Urlaub

Solar-Ladegeräte nutzen die Sonne als Energiequelle, um zum Beispiel Mobiltelefone zu laden. Spezielle Reise-Gadgets wie „Schüttel-Taschenlampen“ oder Radios mit Kurbel, kommen komplett ohne Batterien aus.

Augen auf bei der Wahl der Unterkunft 

Einige Hotels und Pensionen werben mit besonders nachhaltigem Müllmanagement, dem Bezug von erneuerbaren Energien, regionalen Bio-Lebensmitteln oder besonders guten Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter. Leider können viele dieser Angaben erst vor Ort überprüft werden. Bewertungsportale und nachhaltige Reiseforen sind daher oft geeignete Plattformen, um sich vorab über die Bedingungen vor Ort zu erkundigen.

Den kulinarischen Horizont erweitern 

Angekommen am Urlaubsort kann die Entspannung und das Erkunden losgehen: aus ökonomischer und soziokultureller Sicht können viele Nachhaltigkeitspunkte gesammelt werden. All-Inclusive-Reisen sind praktisch – die Lokalbevölkerung profitiert jedoch leider wenig von diesen Konzepten. Besser die lokale Wirtschaft am Urlaubsort unterstützen und möglichst viele verschiedene Restaurants außerhalb der Unterkunft testen oder Lebensmittel bei lokalen Händlern kaufen.

Ausflüge gehören dazu  

Ausflüge werden von Reiseveranstaltern oft als Paket mit deutschem Reiseleiter angeboten. Günstiger und empfehlenswert sind Touren mit lokalen, einheimischen Guides, sie haben Insidertipps und spannendes zu erzählen. Bei Ausflügen sollte so oft wie möglich auf das Auto verzichtet werden. Fahrräder können eine Alternative sein: so profitieren die Umwelt, die eigene Gesundheit und der Geldbeutel. Lokale Taxis oder Rikschas sind eine weitere Unterstützung für die Lokalbevölkerung. Die Aktivitäten am Urlaubsort sollten sich den landestypischen Gegebenheiten anpassen. Ski fahren in der gekühlten Halle mit Schneekanonen in Abu Dhabi? Golfen auf einem grünen saftigen Platz in der Wüste? Das klingt originell – umwelt- oder ressourcenschonend ist es mit Sicherheit weniger.

Erinnerungen für daheim 

Auch bei Mitbringseln für die Lieben daheim nicht in die Falle tappen und die in großen Fabriken hergestellten Urlaubssouvenirs made in China kaufen: oft gibt es auf lokalen Märkten und Ständen authentische Andenken, die garantiert vor Ort hergestellt werden und somit ebenfalls die lokale Wirtschaft unterstützen.

Nachhaltiger, sanfter Tourismus ist also gar nicht so kompliziert und einschränkend – mit ein bisschen Aufmerksamkeit für die Umwelt und die Lokalbevölkerung kann jeder Einzelne schon viel beitragen. Allen Urlaubern eine spannende, erholsame und lehrreiche Urlaubszeit!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie