Zukunft Energie  

10. Januar 2011

Neue Rezeptur bei Apple: Flüssigmetall lässt Akkus länger leben

Schnell in Form gebracht: amorphe Flüssigmetalle / Foto: alienmade/istockphoto

Schnell in Form gebracht: amorphe Flüssigmetalle?istockphoto: alienmade

Den meisten wohl bekannt als Schwarzeneggers Gegenspieler T-1000 aus „Terminator 2“ hat der neuartige Werkstoff Flüssigmetall im Gegensatz zu herkömmlichen Metallen eine amorphe, lose Struktur. Einerseits ist diese Metalllegierung besonders hart, robust und kratzresistent, andererseits sehr elastisch und leicht mit einem niedrigen Schmelzpunkt (unter 350 Grad Celsius) – kann also relativ einfach in Form gegossen werden.

Mit neuester Technologie wird aktuell getestet, ob das Flüssigmetall in Akkus elektronischer Geräte eingesetzt werden kann, um deren Lebensdauer ohne Aufladung um einige Wochen zu verlängern. Erst vor wenigen Tagen hat Apple vom US-Unternehmen Liquidmetal Technologies ein Patent erhalten für die Verwendung von Flüssigmetall zur Entwicklung neuer Consumer-Produkte.

Das Flüssigmetall soll diesmal also nicht für Gehäuse-Designs aus einem Guss (wie beim MacBook ) verwendet werden, sondern als internes Material für die Brennstoffzelle in den Geräten. Brennstoffzellen sind die Technologie der Zukunft. Sie gelten als besonders günstig, effizient und umweltfreundlich.

Funktionieren würde das folgendermaßen:

Das Flüssigmetall kann in einer chemischen Reaktion Elektronen von Wasserstoff abspalten und so Energie erzeugen. Diese chemische Energie wird in der Brennstoffzelle (die sich im Akku befindet) mithilfe eines Oxidationsmittels in Strom umgewandelt, der die Akkus mit dem nötigen Futter versorgt, um die Aufladung möglichst lange hinauszuzögern.

Wird diese innovative Technik beispielsweise im neuen iPhone (5) realisiert, könnte eine Akkuaufladung erst nach circa 30 Tagen ermöglicht werden. Ein Notebook könnte 20 oder mehrere Stunden halten.

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