Globales Denken  

4. Dezember 2013

Neue Verbote energieineffizienter Haushaltsgeräte für einen geringeren Stromverbrauch

 Stromsparende Elektrogeräte: Damit der Staubsauger uns nicht die Haare vom Kopf frisst | Bild: Francesca Schellhaas / photocase.com

Stromsparende Elektrogeräte: Damit der Staubsauger uns nicht die Haare vom Kopf frisst | Bild: Francesca Schellhaas / photocase.com

2012 ging es den 40-Watt-Glühbirnen an den Kragen, jetzt stehen Haushaltswäschetrockner, Küchengeräte und Staubsauger im Fokus. Für all diese Geräte, die bisher mit zu den größten Stromfressern in Haushalten zählen, gelten nämlich neue Mindestanforderungen an den Energieverbrauch. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Die EU soll grüner werden. Mit der 2009 eingeführten EU-Ökodesign-Verordnung soll nach und nach der Verkauf von Haushaltsgeräten mit hohem Stromverbrauch eingestellt werden. Um dies umzusetzen, wird es für bestimmte Produktgruppen neue Mindestanforderungen geben, die dazu beitragen, Strom einzusparen und die Umwelt zu schonen.

Lieber Staub als Strom saugen

Für Staubsauger-Hersteller heißt das Folgendes: Ab September 2014 dürfen sie nur noch Staubsauger mit weniger als 1.600 Watt produzieren und verkaufen. Drei Jahre später soll die Grenze schon bei 900 Watt liegen. Das bedeutet auch, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre neuen Geräte mit Labels zu kennzeichnen: von A+++ für einen geringen Stromverbrauch bis G für Sauger, die viel Energie aufwenden. Festgemacht wird der Verbrauch an der Nennleistung des Geräts, sprich der Watt-Zahl. Je höher die Nennleistung, desto mehr Strom wird verwendet. Die Industrie reagiert auf die neue Regelung ungewohnt gelassen. Denn sie produziert schon seit längerer Zeit sparsame Modelle, die mit weniger als 1.600 Watt Strom laufen. Es kommt, was die Saugleistung angeht, nämlich nicht nur auf die Watt-Zahl an, sondern unter anderem auch auf die Staubaufnahme, sowohl bei Teppichen als auch bei harten Böden. Für eine optimale Aufnahme muss der Luftdurchfluss von der Bürste über das Rohr, das Gehäuse und den Motor bis zum Filter frei sein. Ist er das nicht, nimmt das Gerät nicht nur weniger Staub auf, es verbraucht auch mehr Strom – und das unabhängig von der Power des Motors. Für moderne und energieeffiziente Staubsauger spielt also das Zusammenwirken von Motorleistung, Grundgerät, Saugrohr und Düsenkonstrukt eine wichtige Rolle. So kommen sie mit deutlich weniger Watt beziehungsweise Energie bei gleicher Saugkraft aus.

Energieeffizienz für eine saubere Umwelt

Ob die Umstellung bei anderen Elektrogeräten genauso unkompliziert verläuft wie beim Staubsauger, wird sich zeigen. Auch gelten die Mindestanforderungen nicht für alle Geräte einer Produktgruppe. Bei den Saugern sind zum Beispiel Nasssauger, Saugroboter oder Industriestaubsauger ausgenommen. Ein klarer Pluspunkt: Die EU-Ökodesign-Verordnung trägt in jedem Fall positiv dazu bei, die Klimaschutzziele bis 2020 zu verwirklichen. Außerdem können Verbraucher mit effizienten Geräten ihre Stromkosten senken und so Geld einsparen.

Wer wissen möchte, welche Produktgruppen in Zukunft welche Anforderungen hinsichtlich des Energieverbrauchs erfüllen müssen, kann sich dazu einen Überblick auf der Website des Energy-using Products (EuP)-Netzwerks Deutschland verschaffen. Die Seite wurde speziell zu diesem Zweck von Ökopol im Auftrag des Umweltbundesamtes eingerichtet.

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