Zukunft Energie  

4. Oktober 2010

OLED: Die Glühbirne der Zukunft

Die Energiesparlampe hat die Glühbirne als Leuchtmittel abgelöst – doch eine neue Technologie verspricht noch energiesparender zu sein und zukünftig für ein gemütliches Ambiente in unseren Wohnzimmern zu sorgen: OLED.

Die Energiesparlampe hat die Glühbirne als Leuchtmittel abgelöst – doch eine neue Technologie verspricht noch energiesparender zu sein und zukünftig für ein gemütliches Ambiente in unseren Wohnzimmern zu sorgen: OLED.

Lange Zeit hat die gute alte Glühbirne Licht für uns ins Dunkel gebracht. Eine gesetzliche Regelung der Europäischen Kommission sieht nun aus Umweltschutzgründen die Nutzung von Energiesparlampen vor. Doch es hagelt Kritik – denn das Licht wirkt oftmals zu kalt und ungemütlich. Die Hersteller sind sehr bemüht, neue Lampen zu entwickeln, die diesen Nachteil ausmerzen und gleichzeitig hohe Energieeinsparungen ermöglichen. So gibt es inzwischen beispielsweise auch dimmbare Energiesparbirnen.

Eine weitere Entwicklung, die derzeit in den Startlöchern steht, ist die organische Leuchtdiode, kurz OLED. Zahlreiche Energieunternehmen und Forschungsinstitute wie das Fraunhofer-Institut arbeiten derzeit verstärkt daran, diese Technologie gesellschaftsfähig zu machen. Eine OLED ist ein Bauelement aus einer besonders dünnen, organischen Schicht, die in Verbindung mit Spannung Licht erzeugt. Oder einfacher gesagt: OLEDs funktionieren mit einem Kunststoff, der unter Strom leuchtet.

Leuchtende Hauswände

Der Vorteil: OLEDs sind deutlich kostengünstiger herzustellen als die bisherigen gängigen Leuchtmittel – und sorgen für eine überragende Farbqualität. Sie finden bereits jetzt in den unterschiedlichsten Bereichen Verwendung: im Fernseher, im Monitor oder in Handys. Aber auch als Brems- oder Rücklichter an Autos, für Tastaturen oder in Lampen ist die Technologie hervorragend geeignet. Beispielsweise könnte in Zukunft der Lampenschirm selbst das Leuchtmittel sein – ohne zusätzliche Glühbirne. Mit OLEDs können sogar ganze Wände zum Leuchtmittel werden – und somit zu einem völlig neuartigen Element der Raumbeleuchtung. So würde das „Licht der Zukunft“ Räumen ein ganz neues und modernes Design verleihen. Gleichzeitig sind die organischen Leuchtdioden wahre Energiesparer. Verglichen mit einem LCD-Bildschirm verbraucht OLED noch einmal knapp 30 Prozent weniger Energie.

Derzeit wird noch an der Technologie gefeilt, bis sie auch für größere Flächen optimal geeignet ist. Welche Möglichkeiten sich mit OLED ergeben und wie der aktuelle Stand der Technik ist, zeigt dieses Video vom Fraunhofer-Institut sehr schön:

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie