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2. April 2015

Ostern. Ein Fest fürs Strom sparen?!

Strom und Kosten sparen ist auch zu Ostern das Gelbe vom Ei | Bild: Photocase / John Dow

Strom und Kosten sparen ist auch zu Ostern das Gelbe vom Ei | Bild: Photocase / John Dow

Ostern. Das ist das Fest, vor dem stundenlang Ostereier abgekocht werden, um sie tagelang bunt zu färben und dann über Wochen aufzufuttern. Schauen wir mal durch die Stromsparbrille: Welche Gar-Methode ist energetisch gesehen das Gelbe vom Ei?
In der Schweiz wurden dazu sogar Energieverbrauchsmessungen durchgeführt.

Oben ohne – die Energiesünde im Eiertest

Zwei Eier in einen Topf, Wasser dazu (das Wasser im Wasserkocher aufzuwärmen bringt energetisch übrigens keine Vorteile), Topf auf den Herd und los geht’s: Mit einem Induktionsherd werden rund 307 Wattstunden innerhalb einer Garzeit von 10 Minuten verbraucht. Die Guss- und Gaskeramik-Kochfelder sind der Induktion dabei dicht auf den Fersen: 301 bzw. 270 Wattstunden gehen ins Land bis das Ei hart ist.

Das Topfgaren kostet den eierkochenden Haushalt rund 6,8 Cent bei einem Arbeitspreis von 22 Cent pro kWh. (0,307 kWh x 22 ct/kWh ≈ 6,8 Cent). Übers Jahr: 52 (Wochenenden im Jahr) x 6,8 Cent, zusätzliche 3,54 Euro auf der Jahresendrechnung. Immerhin! Denn Kleinvieh macht doch auch Mist oder eben: Eier. Und knappe 4 Euro sind ja schon wieder zwei kleine Eierschachteln!

Bei der Ogi-Methode garen die Eier durch die Restwärme der ausgeschalteten Herdplatte. Bei Induktion muss mangels Restwärme nachgeholfen werden auf kleiner Stufe | Copyright: S.A.L.T. Chur / S.A.F.E. Zürich

Bei der Ogi-Methode garen die Eier durch die Restwärme der ausgeschalteten Herdplatte. Bei Induktion muss mangels Restwärme nachgeholfen werden auf kleiner Stufe | Copyright: S.A.L.T. Chur / S.A.F.E. Zürich

Im Zeichen der Restwärme

Die effizientere Gar-Alternative wäre die von Adolf Ogi – mit zwei Finger breit Wasser unterm Ei und einer Menge Restwärme. Der Energieverbrauch ist damit dreimal niedriger. Wer jetzt auch noch die Eier auf Vorrat kocht, also mehr Eier gleichzeitig in den Topf steckt, spart aufs Ei gesehen noch zusätzlich. Der Wasserdampf kondensiert nämlich an den Eierschalen und tropft so schneller wieder zurück in den Topf.

Eierkocher sparen Strom. Eine wichtige Information für die neueste Generation energiebewusster „Osterhasen“ | Bild: Flickr / dicau58

Eierkocher sparen Strom. Eine wichtige Information für die neueste Generation energiebewusster „Osterhasen“ | Bild: Flickr / dicau58

Osterüberraschung: der Eierkocher hat die Nase vorn!

Beim Kochen mit elektrischem Eierkocher werden nur schlappe 77 Wattstunden verbraten. So können über 50 Prozent Strom eingespart werden. Auf der Jahresrechnung macht das bei 22 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und 52 Wochenenden circa 88,4 Cent (0,077 kWh x 22 ct/kWh x 52 Wochenenden≈ 1,7 Cent x 52 = 88,4 Cent). Es entsteht gegenüber der klassischen Kochmethode eine Ersparnis von 2,66 Euro. Umgerechnet in Eier wären das gute 13 Ostereier, die man in diesem Jahr mehr kaufen, kochen, färben und verschenken könnte. Na dann: Frohe Ostern!

Übrigens: Nachrechnen lohnt sich!

Für unser Eierbeispiel haben wir einen Arbeitspreis von 22 Cent pro Kilowattstunde (kWh) angenommen; ein durchschnittlicher Preis innerhalb der 123energie Strom-Tarife (www.123energie.de). Um diese Rechnung für sich selbst mal aufzumachen, ist es ratsam, einen Blick in die letzte Abrechnung zu werfen; dort ist der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde aufgeführt. Ein entsprechender Vergleich mit den 123energie Tarifen könnte eine gelungene Osterüberraschung werden!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie