Zukunft Energie  

11. April 2013

Power-to-Gas – überschüssigen Strom als Gas speichern

Strom zu Gas zu Strom: Fauler Zauber oder eine saubere Sache? | Bild: Photocase / Pippilotta*

Strom zu Gas zu Strom: Fauler Zauber oder eine saubere Sache? | Bild: Photocase / Pippilotta*

 

Mithilfe von steigenden Temperaturen und stärkeren Winden kann mittlerweile eine Menge Strom durch Solar-, Wind- und Wasserenergie erzeugt werden: 2012 wurden sogar 22,8 Milliarden Kilowattstunden mehr produziert als verbraucht. Doch wie kann überschüssige Energie, die nicht im Verteilernetz unterkommt, trotzdem genutzt werden? Eine neue Möglichkeit, das Plus an Strom zwischenzuspeichern ist das Power-to-Gas-Prinzip. Dabei wird der durch die regenerativen Energien gewonnene Strom vorübergehend in Gas umgewandelt. Das kann man so lange nutzen bis wieder Strom benötigt wird.

 

Unsichtbarer Akku: Aus Strom wird EE-Gas

Um Elektrizität über Gas speichern zu können, wird der überschüssige Strom in eine große Anlage geleitet. Dort treibt er den Prozess der Wasserelektrolyse an. Dabei wird das sich in der Anlage befindliche Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet. Anschließend wird der Wasserstoff in eine weitere Anlage geleitet, in die auch CO2 fließt. Dadurch reagieren die beiden Stoffe zu Methangas. Dieses kann einfach in das vorhandene Gasnetz oder in Gasspeicher eingespeist und zwischengespeichert werden. Da das so gewonnene Methan aus erneuerbaren Energien stammt und seine CO2-Bilanz neutral ist, wird es auch EE-Gas genannt. Wird dann jedoch Strom benötigt, wenn zum Beispiel dem Wind einmal die Puste ausgeht, lässt sich das Methangas wieder in elektrische Energie umwandeln. Bis dahin kann es aber auch zum Betanken von Gasautos oder zum Kochen und Heizen verwendet werden. Ein kleines Allround-Talent, die Power-to-Gas-Methode.

Energie intelligent speichern

Kleines Manko dieser und auch anderer Speichermethoden ist, dass immer noch ein Teil der Energie, circa 30 Prozent, verloren geht und der gespeicherte Strom so kostenintensiver wird. Ohne die Möglichkeit, Strom zu speichern,  würde aber die gesamte überschüssige Energie verloren gehen.

Angesichts der Tatsache, dass es heutzutage nur wenige Speichermöglichkeiten gibt beziehungsweise Wind- und Solaranlagen bei einem Stromüberschuss oft abgeschaltet werden müssten, stellt die Power-to-Gas-Methode eine gute Alternative dar. Schon 2020 könnten Anlagen zur Umwandlung von Strom zu Gas und wieder zu Strom flächendeckend zum Einsatz kommen.

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