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12. April 2012

Strom aus der Konserve oder: Wer benutzt heute noch Batterien?

Trommeln bis die Akkus leer sind – haben diese Hasen kein Gespür für die Umwelt? | Flickr / Bild: we-make-money-not-art

Trommeln bis die Akkus leer sind – haben diese Hasen kein Gespür für die Umwelt? | Flickr / Bild: we-make-money-not-art

 

Das Handy, das Laptop, der MP3-Player – sie alle haben mehr oder minder kräftige Akkus. Fast könnte man die herkömmlichen Batterien für überholt halten. Doch trommelnde Häschen, Taschenlampen, bellende Hunde, Wecker oder ferngesteuerte Autos setzen häufig immer noch auf den abgepackten Strom aus Batterien. Batterien gelten für manche eben immer noch als Wunderwerk der Elektrotechnik. Mit einer 9-Volt-Batterie soll man sogar seinem Gehirn Beine machen können.

Batterien im Test: billig schlägt teuer

Welche Batterie hält länger? Marke oder Discounter? Immerhin ist der Preisunterschied zwischen Markenartikeln und No-Name Batterien besonders auffällig. Aber rechtfertigt er sich durch eine bessere Leistung? Die Forschungsergebnisse von Rhett Allain, Physikprofessor an der Southeastern Louisiana University, bescheinigt den Batterien der getesteten Markenhersteller zumindest, dass sie das Test-Lämpchen länger mit einer höheren Leistung versorgen können. Ob der niedrige Preis die fehlende Energie ausgleicht? Laut Allains Versuch sind die Batterien im Vergleich „Energie pro Dollar“ mehr oder weniger gleichwertig. Auch Stiftung Warentest kam zum Ergebnis, dass sich die Produkte im Preis stärker unterscheiden als in der Leistung. Nur austauschen muss man die billigen Batterien eben häufiger. Und das tut der Umwelt ganz schön weh – vor allem, wenn leere Batterien einfach im Restmüll landen.

Batterien entsorgen oder doch lieber aufladen mit Frischekick

In fast allen Batterien sind Stoffe, die die Umwelt belasten. Viele Batterien enthalten giftiges Quecksilber, Cadmium und Blei. Darum verpflichtet die Batterieverordnung auch jeden Verbraucher, die leeren Batterien im Handel oder bei öffentlichen Sammelstellen abzugeben. Aber selbst bei ordnungsgemäßer Entsorgung ist eine Menge Recyclingaufwand nötig. Umweltfreundlicher sind wiederverwendbare Modelle. Die sind zwar etwas teurer, aber lassen sich mit frischem Strom aus der Steckdose wieder aufladen. Greift man dabei auch noch zu Ökostrom, macht man eine ganz gute Figur in Sachen Umweltbilanz. Die Geräte mit Frischekick aus ökologischen „Anbau“ sausen dann doppelt so gut durch jedes Kinderzimmer. Echt frische Energie gibt’s eben nur beim Energiefachhändler!

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie