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14. August 2014

Strom sparen beim Online-Shopping – mit neuen Energielabels ab 2015

Bald wird Energiesparen beim Online-Kauf leichter: Das digitale EU-Energielabel kommt 2015 | Bild: photocase / Thomas K.

Bald wird Energiesparen beim Online-Kauf leichter: Das digitale EU-Energielabel kommt 2015 | Bild: photocase / Thomas K.

Strom sparen liegt voll im Trend. Doch nicht nur durch den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter, sondern auch beim Neukauf von Elektrogeräten können Verbraucher eine Menge sparen. Hier spielt das Thema Energieeffizienz eine große Rolle. Aber woher weiß man, welcher Kühlschrank oder Staubsauger am wenigsten Strom verbraucht? Als Entscheidungshilfe bei dieser Frage gibt es seit 2010 das Energielabel der EU. Die Aufkleber mit einer Ampelskala von Tiefgrün über Sonnengelb bis hin zu Dunkelrot kennt mittlerweile jeder aus dem Elektrofachhandel. Aber wie sieht das Ganze eigentlich im Internet aus?

Digitales Energielabel wird Pflicht

Online-Shopping ist den Deutschen schon längst kein Fremdbegriff mehr: Laut Branchenverband BITKOM kaufen 68 Prozent der Bundesbürger im Internet ein. Dank mobilen Bezahlsystemen erfreut sich auch der Einkauf über mobile Endgeräte wie dem Smartphone wachsender Beliebtheit. Doch wer im Internet Elektrogeräte kauft, erhält Informationen zum Energieverbrauch, die nicht zwingend den Vorgaben der EU-Labels entsprechen – wenn diese Angaben überhaupt gemacht werden. Und genau das soll sich jetzt ändern: Ab 2015 muss das einheitliche EU-Energielabel (inklusive Etikett und Datenblatt) auch online sichtbar sein oder zum Download angeboten werden.

Was steht auf dem Online-Energielabel?

Wie auch die bereits bekannten Energielabels, die in gedruckter Form am Produkt befestigt sind, gibt das Online-Energielabel in erster Linie Auskunft über die Eigenschaften des Produkts – etwa bezüglich der Zusammensetzung, des Gebrauchs oder der Entsorgung.

Das Online-Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte weist beispielsweise folgende Angaben auf: den Hersteller, die Modellbezeichnung, die Energieeffizienzklasse des Geräts (A+++ bis G), den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr, die Lautstärke sowie das nutzbare Volumen aller Kühl- und Gefrierfächer in Litern. Alle Online-Händler sind dazu verpflichtet, das Label ab dem nächsten Jahr in einheitlicher Form auszuweisen.

Grünes Online-Shopping lohnt sich: Mit effizienten Haushaltsgeräten spart man nicht nur Strom, sondern auch Geld | Bild: www.dena.de / Deutsche Energie-Agentur

Grünes Online-Shopping lohnt sich: Mit effizienten Haushaltsgeräten spart man nicht nur Strom, sondern auch Geld | Bild: www.dena.de / Deutsche Energie-Agentur

Das Online-Energielabel ist für folgende Produktgruppen gedacht:

• Kühl- und Gefrierschränke
• Backöfen
• Geschirrspüler
• Waschmaschinen, Wäschetrockner und Waschtrockner (also Waschmaschinen mit Trocknerfunktion)
• Klimaanlagen
• Fernsehgeräte
• Haushaltslampen und Leuchten
• Staubsauer

Ebenfalls angedacht sind obligatorische Energielabels für Heizungen und Wasserkocher.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie