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30. Juli 2015

Stromfresser Kühlschrank – Tipps zum Energie sparen

Nicht veräppeln lassen – Effiziente Kühlschranknutzung wird häufig unterschätzt | Bild: Photocase / a_sto

Nicht veräppeln lassen – Effiziente Kühlschranknutzung wird häufig unterschätzt | Bild: Photocase / a_sto

Der ein oder andere kennt das Thema: Am Ende des Jahres erhält man die Stromrechnung und muss unter Umständen Nachzahlungen begleichen. Da stellt sich die Frage, wo man im eigenen Haushalt noch etwas mehr Energie und Kosten sparen kann.

Um beim Energieverbrauch immer einen kühlen Kopf zu bewahren, haben wir einige Tipps zusammengestellt: für eine der wohl kältesten Stellen im Haus.

Richtiger Standort des Kühlschranks spart Energie

Einsparpotential bietet sich schon bei der Auswahl des Kühlschrankstandorts: Umso kühler die Umgebung, desto weniger Strom wird benötigt. Wärmequellen wie Spülmaschine oder Herd sollte man als direkte Nachbarn meiden. Die Faustregel lautet: Jedes Grad Raumtemperatur weniger senkt den Energieverbrauch um bis zu drei Prozent.

Korrekte Temperatur im Kühlschrank

Auch lässt sich bei der Einstellung der Kühlschranktemperatur Strom sparen. Den Temperaturregler kann man häufig von eins bis fünf regulieren, wobei die dritte Stufe in der Regel komplett ausreicht. Auch der WWF empfiehlt eine Temperatur zwischen 7° – 10° Celsius. Laut Norbert Endres, Energieberater der Verbraucherzentrale Bayern, kann jedes Grad weniger den Stromverbrauch um bis zu fünf Prozent senken.

Beim Neukauf Energielabels beachten

Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass Verbraucher mit einer Kühl-Gefrier-Kombination aus dem Jahr 2.000 circa 45 Euro mehr für Strom zahlen müssen als mit einem Modell aus dem Jahr 2012. Rechnet man die Summe auf mehrere Jahre hoch, kann sich ein neuer Kühlschrank schnell lohnen. Die allseits bekannten Energieverbrauchskennzeichen geben Auskunft über die Energieeffizienzklassen des Kühlgeräts, finden jedoch leider bei der Auswahl der Geräte häufig noch zu wenig Beachtung. Ab Dezember 2011 ist die Kennzeichnung der Klasse D bis A+++ für neue Geräte verbindlich vorgeschrieben. Die bereits im Handel befindlichen Geräte mit den bisherigen Kennzeichnungen G bis A dürfen jedoch weiter genutzt werden.

So sehen die Energieeffizienzlabels aktuell aus | Bild: Initiative EnergieEffizienz / dena

So sehen die Energieeffizienzlabels aktuell aus | Bild: Initiative EnergieEffizienz / dena

Doch auch die oberen „A-Klassen“ weisen immense Unterschiede auf. So kann ein Gerät mit dem höchsten Zeichen, dem A+++, im Vergleich zu einem A-Klasse-Gerät um bis zu 60 Prozent Energieersparnis bringen. Hochgerechnet auf einige Jahre, können sich die energieeffizienteren Kühlschränke schnell auszahlen und sind auf die Dauer gesehen deutlich günstiger und natürlich umweltschonender.

Bald ++++ oder das Ende von +, ++ und +++?

In aktuellen Sitzungen der EU-Energiekommission wird übrigens darüber diskutiert, die „Plusse“ der Energielabels abzuschaffen und nur noch mit Buchstaben zu arbeiten. Ursprünglich sollte das Plus-System den Kauf von energieeffizienten Geräten erleichtern, inzwischen scheint es die Kunden nur noch zu verwirren. Wir sind gespannt auf die Entwicklungen.

Abtauen, entstauben, befüllen

Einmal im Jahr sollte man das Gefrierfach komplett abtauen. Hier zählt die Faustregel: Pro halben Zentimeter Eis steigt der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent. Ein weiterer, weniger bekannter Tipp ist das Entstauben der Rückseite des Kühlschranks. Durch das Entstauben der Lüftung können noch mal bis zu 10 Prozent gespart werden. Und zuletzt: Gähnende Leere ist auch nicht besser als ein randvoller Kühlschrank. Optimal ist es, wenn ein Kühlschrank zu zwei Dritteln mit Lebensmitteln befüllt ist.

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