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22. Dezember 2014

Stromspiegel 2014 für Deutschland: Stromverbrauch vergleichen + Strom sparen + Stromanbieter wechseln = Stromkosten senken

Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer ist der schönste Stromsparer im ganzen Land? | Bild: photocase / ballonkistenmann

Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer ist der schönste Stromsparer im ganzen Land? | Bild: photocase / ballonkistenmann

Bis zum Jahr 2020, also in spätestens sechs Jahren, soll der Stromverbrauch in Deutschland gegenüber 2008 um 10 Prozent gemindert werden. Das ist das deklarierte Ziel der Bundesregierung. Wenn in Deutschlands Haushalten in den nächsten Jahren kräftig Strom gespart wird, rückt dieses Ziel immer näher. Das Potenzial zum Strom sparen ist zumindest recht groß und bringt außerdem zwei entscheidende Vorteile für den Verbraucher mit sich: Das eigene Konto wird entlastet und das Klima geschützt.

Im November 2014 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zum ersten Mal den sogenannten Stromspiegel für Deutschland veröffentlicht.

Was hat es damit auf sich? In einer bundesweit groß angelegten Studie wertete das Bundesministerium gemeinsam mit diversen Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsverbänden, Verbraucherorganisationen und Energieagenturen den Stromverbrauch von über 110.000 privaten Haushalten der vergangenen zwei Jahre aus.

Im Vergleich: Verbrauche ich überdurchschnittlich viel oder wenig Strom?

Heraus kam eine aussagekräftige Übersicht, die Stromkunden zeigt, wie viel Strom der durchschnittliche deutsche Haushalt verbraucht – je nach Größe des Hauses, Art des Gebäudes, Anzahl der Personen und Art der Warmwasserbereitung (mit oder ohne Strom). Mit dieser Tabelle kann also jeder Haushalt in Deutschland seinen eigenen Stromverbrauch mit ähnlichen Haushalten vergleichen. Und schnell wird klar, ob man bereits zu den großen Energiesparern gehört oder ob und wie viel Luft noch nach oben ist.

Der Stromspiegel liefert aussagekräftige Vergleichswerte zum eigenen Stromverbrauch im Jahr | Bild: BMUB / co2online

Der Stromspiegel liefert aussagekräftige Vergleichswerte zum eigenen Stromverbrauch im Jahr | Bild: BMUB / co2online

Wer sein Einsparpotenzial erst einmal kennt, kann direkt aktiv werden. Auf der Seite „Die Stromsparinitiative“ des BMUB oder auch bei 123energie sind viele nützliche Tipps zum Strom sparen gebündelt. Bereiche, in denen Energie gespart werden kann, gibt es schließlich genug: beim Wäsche waschen, beim Kochen, bei der Heizung, der Weihnachtsbeleuchtung, im Garten, sogar beim Online-Shopping.

Bei einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus geht ein Viertel der Stromkosten auf das Konto von TV, Radio, PC, Smartphone und Co. | Bild: BMUB / co2online

Bei einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus geht ein Viertel der Stromkosten auf das Konto von TV, Radio, PC, Smartphone und Co. | Bild: BMUB / co2online

Kilowattstunden-Diät: Wer Strom spart, schont den Geldbeutel

Wer sein Konsumverhalten in Sachen Strom positiv ändert, kann laut der vorgelegten Studie (die vollständige Broschüre „Stromspiegel für Deutschland“ steht übrigens jedem als PDF zum Download bereit) jährlich viel einsparen: ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt zum Beispiel bis zu 1.200 Kilowattstunden Strom. Das kann die Stromrechnung um bis zu 320 Euro mindern.

Und wer über das Strom sparen hinaus auch noch zu einem günstigeren Stromanbieter wechselt, spart noch mehr bares Geld. Es steckt nicht viel Aufwand dahinter: Auf Vergleichsportalen wie VERIVOX oder CHECK24 einfach Postleitzahl, Personenanzahl und Jahresverbrauch in den Tarifrechner eintippen. Mit einem Klick werden dann verschiedene Stromtarife mehrerer in Frage kommender Stromanbieter und -tarife angezeigt. Im nächsten Schritt muss nur noch das Anmeldeformular des neuen günstigen Wunschstromanbieters ausgefüllt und abgeschickt werden. Den Rest des Wechselprozesses übernehmen die meisten Stromanbieter selbst.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie