Zukunft Energie  

2. Februar 2012

Stromzähler vs. Smart Meter – flächendeckende Intelligenz bis 2022

Wer nascht nachts heimlich am Kühlschrank? Zumindest wann genascht wird, decken die Smart Meter mühelos auf. | Bild: Photocase / kitekun

Wer nascht nachts heimlich am Kühlschrank? Zumindest wann genascht wird, decken die Smart Meter mühelos auf. | Bild: Photocase / kitekun

„Guten Tag, mein Name ist Smart Meter und ich ziehe hier ein.“ Bis spätestens 2022 sollen die „ignoranten“ schwarzen Stromzähler aus den Kellern aller deutschen Haushalte verbannt werden. Platz soll es geben für die digitalen „intelligenten“ Stromzähler. So will es die EU-Richtlinie für Energieeffizienz und Energiedienstleistungen. Insgesamt sind in Deutschland bis dahin 42 Millionen Strom- und 22 Millionen Gaszähler auszutauschen. Bereits seit 2010 sind Smart Meter Pflicht in Neubauten und sanierten Altbauten. Diese digitalen Zähler sind in der Lage, den Stromverbrauch auf die Sekunde genau und non-stop an den Energieversorger und den Verbraucher zu übermitteln.

So sieht sie also aus, die Intelligenzbestie von Stromzähler | Bild: Flickr / miheco

So sieht sie also aus, die Intelligenzbestie von Stromzähler | Bild: Flickr / miheco

Gar nicht so dumm: Die Vorteile der Smart Meter

  • Bewohner sollen für ihren Verbrauch sensibilisiert werden und diesen besser kontrollieren und letztlich senken. Mit Hilfe einer Software kann nämlich genau ermittelt werden, wann wir mit welchem Haushaltsgerät wie viel Strom verbrauchen. Meist hilft es schon, das Verbrauchsverhalten ein wenig zu ändern, um viel Energie einzusparen.
  • Dank Smart Meter kann das Zusammenspiel von Stromerzeugung und Stromverbrauch besser geplant werden. Ist die Netzauslastung gering, können in diesen Zeiten günstigere Tarife angeboten werden. Durch eine zeitliche Verschiebung der eigenen Verbrauchszeiten kann man diese flexibleren Stromtarife nutzen und somit weitere Kosten reduzieren.
  • Die Zählerstände der Smart Meter sind nicht mehr selbst abzulesen und zu übermitteln. Das funktioniert dann automatisch per Fernauslesung.
  • Bald könnte Schluss sein mit den monatlichen Abschlagszahlungen. Denn theoretisch ist es möglich, dass in Zukunft nur der tatsächliche Stromverbrauch in Rechnung gestellt wird.

 Ist zu schlau doch nicht so schlau? Bedenken bezüglich der neuen Stromzähler

  • Wann steht Familie Kleinert auf? Gibt es Toast zum Frühstück? Ist Sonntag Waschtag? Läuft der TV auch nachts? Wann wird die letzte Nachttischlampe ausgeknipst? Die Sorge um den gläsernen Verbraucher wächst. Denn die intelligenten Stromzähler können viel über das Privatleben und den Tagesablauf der Bewohner aussagen.
  • Es fehlt derzeit an ausreichend flexiblen Tarifen, die in Kombination mit den Smart Metern helfen, den Energieverbrauch zu senken.
  • Aufgrund höherer Mietgebühren oder Anschaffungspreise rechnen sich die Zähler bisher nur für Haushalte mit hohem Verbrauch.

Und wenn das alte schwarze Dings noch da ist?

Für all jene, in deren Kellern oder Hausfluren noch die analoge Drehscheibe haust, ändert sich zunächst nichts. Die Zählerstände müssen nach wie vor selbst an den Energieversorger übermittelt werden. 123energie Kunden können dies zum Beispiel bequem auf der Website per Online-Formular tun. Wichtig ist hierbei die Angabe der richtigen Zählernummer. Diese steht direkt unter dem Zählwerk auf der Frontseite des Zählers. Fragen aller Art zu den neuen oder alten Strom- oder Gaszählern beantworten wir gerne in unserem Frage-Service Portal Formspring.

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