Tag Archive: Megawatt

23. Oktober 2014

Wind of Change von Hamburg bis Huambo: Messe WindEnergy 2014

Wind setzt Energie frei. Das wussten die Scorpions schon in den Neunzigern. Und erst kürzlich betonte dies nochmal Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Hamburg zum Auftakt der weltweit größten Windenergiemesse, der WindEnergy Hamburg. 1.200 Aussteller aus 30 Ländern zeigten, was sie der Energiewende gern mit auf den Weg geben würden; nämlich am liebsten einen Wiederaufschwung: Nach Jahren des Windenergie-Hypes herrschte im letzten Jahr eine internationale Flaute. Nur 36 Gigawatt Windenergie-Leistung wurden neu installiert. Ein Rückgang des Weltmarktes um rund 20 Prozent. Aber das soll sich nach Expertenmeinung wieder ändern. Besonders an Land und bis hinunter nach Afrika.

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4. September 2014

Stromautobahn: Was ist das und wie ist der Fortschritt in Richtung Energiewende?

Geschwindigkeitsrausch – Ökostrom-Autobahnen für den schnellen Netzausbau? | Bild: Photocase / view7

Geschwindigkeitsrausch – Ökostrom-Autobahnen für den schnellen Netzausbau? | Bild: Photocase / view7

81,1 Terawattstunden Strom stammten im ersten Halbjahr 2014 in Deutschland aus regenerativen Energien. Braunkohle machte hingegen 69,7 Terawattstunden am Strommix aus. Das hat im Juli 2014 eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme herausgefunden, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Energiebörse EEX basiert. Erneuerbare Energien sind demnach nun die wichtigsten Quellen für Strom in Deutschland. Das größte Plus konnte die Windenergie verzeichnen (17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), was dem kontinuierlichen Ausbau von Windkraftanlagen vor allem im Norden Deutschlands zu verdanken ist. Der Anteil könnte sogar noch höher sein, wenn Wege gefunden würden, zum Beispiel die großen Mengen Windstrom in andere deutsche Regionen, insbesondere den Süden, zu transportieren. Dies wäre ein wichtiger Schritt, damit die Energiewende gelingt.

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20. März 2014

Energie vom Feld: Strom und Wärme aus Stroh

Unser neuer bester Freund in Sachen Energie? Stroh als universeller Energielieferant | Bild: photocase / ka di

Unser neuer bester Freund in Sachen Energie? Stroh als universeller Energielieferant | Bild: photocase / ka di

30 Millionen Tonnen Stroh werden jährlich in Deutschland geerntet – das entspricht etwa 75.000 Rundballen. Der Großteil dieser Getreideernte wird bisher als Einstreu in der Tierhaltung eingesetzt oder bleibt auf den Ackerböden liegen. Damit sorgt das Stroh dafür, dass dem Boden langfristig gesehen keine wichtigen Nährstoffe entzogen werden. Deutsche Forscher wollen jetzt aber auch rund ein Drittel des Getreides zur Energiegewinnung verwenden. In die Praxis umgesetzt wäre es dann möglich, mehrere Millionen Haushalte mit Strom und Wärme zu versorgen. Wie gut die Gewinnung von Strom aus Stroh funktioniert, zeigt schon unser Nachbarland Dänemark. Dort steht das größte Strohkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 40 Megawatt.

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9. Dezember 2013

Grösstes Wellenkraftwerk der Welt – Blauer Ökostrom aus dem Meer

Schluckspecht: Der Wellenfänger „Oyster“ vor der Küste Schottlands erzeugt Ökostrom | Bild: Aquamarine Power

Schluckspecht: Der Wellenfänger „Oyster“ vor der Küste Schottlands erzeugt Ökostrom | Bild: Aquamarine Power

Die Erde heißt nicht umsonst der „blaue Planet“, immerhin ist sie zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt. Welch enormes Energiepotenzial in diesem Element steckt, zeigt zum Beispiel Norwegen sehr deutlich. Das Land deckt mittlerweile 99 Prozent seines Strombedarfs allein durch Wasserkraftwerke ab, die im Übrigen auch den Ökostrom von 123energie erzeugen. Auch Schottland hat beste Voraussetzungen, um aus den Wellen an der Küste umweltfreundlichen Strom zu gewinnen. Und weltweit bestehen bereits 16 Prozent des gesamten Stroms aus der Kraft der Meere. Die Tendenz soll weiter steigen.

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3. April 2013

Offshore-Trend: Energie-Inseln als Ökostromquelle

Geformt wie eine Boje wird das Windrad zum Stehauf-Männchen | Quelle: Shutterstock / Mary Ann Tardif

Geformt wie eine Boje wird das Windrad zum Stehauf-Männchen | Quelle: Shutterstock / Mary Ann Tardif

Derzeit versorgen 68 Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee die Bundesrepublik mit Ökostrom. Bis 2030 soll die an das Stromnetz angeschlossene Offshore-Leistung jedoch um das 90-fache gesteigert werden: 25.000 Megawatt sind das Ziel, zu Beginn dieses Jahres waren lediglich 280 Megawatt angeschlossen. Doch die Errichtung von Windrädern auf dem offenen Meer kostet viel Zeit und Geld. Der Transport und eine feste Verankerung sind im Vergleich zum Aufbau an Land sehr aufwändig. Außerdem müssen die Anlagen für besondere Anforderungen wie Stürme und hohe Wellen konzipiert sein. So können die schweren Türme nur bei bis zu 50 Metern Wassertiefe installiert werden, damit sie der rauen See Stand halten und trotzdem wirtschaftlich bleiben.

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