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Bei Reinigungsmitteln gilt: „weniger ist mehr“ Bild: eskemar / photocase.de
Bei Reinigungsmitteln gilt: „weniger ist mehr“ Bild: eskemar / photocase.de
5. April 2017

Tipps für einen nachhaltigen Frühjahrsputz

Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern munter und alles fängt schön an zu blühen. Für viele Leute ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um mal wieder so richtig auszumisten und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Das bedeutet allerdings oft volle Mülltonnen und große Mengen an chemischen Putzmitteln, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Gesundheit schaden. Wir zeigen Dir, wie Du in vier einfachen Schritten Deinen Frühjahrsputz nachhaltig gestalten kannst.

 

  1. Abschied von alten Sachen nehmen

Als ersten Schritt solltest Du Schränke und Regale ausräumen und entscheiden, was Du wirklich behalten möchtest und was nur unnötig Platz wegnimmt. Anstatt den alten Krempel einfach wegzuwerfen, gibt es genügend Möglichkeiten, ihn besser zu entsorgen. Kaputte Elektrogeräte kannst Du beispielsweise zum Wertstoffhof bringen, Elektroschrott kann per Electroreturn der Post  kostenlos und klimaneutral entsorgt werden. Kleidung, die nicht mehr passt oder gefällt, kannst Du spenden oder bei der Altkleidersammlung abgeben. Durchlöcherte T-Shirts eignen sich außerdem super als Putzlappen für Küche, Bad und Fenster.

 

  1. Hausmittel gegen den Schmutz

In Deutschland werden jährlich ca. 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger und 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel verbraucht. Die chemischen Putzmittel sind allerdings echte Umweltkiller. Sie basieren meistens auf Erd- oder Palmöl und enthalten schädliche Konservierungsstoffe. Nicht nur die Natur leidet darunter, auch Deine Gesundheit wird durch die giftigen Dämpfe dieser Mittel gefährdet. Dabei gibt es genügend Rezepte, mit denen Du Dir ganz einfach Deine eigenen Reinigungsmittel mischen kannst. Einen Allzweckreiniger kannst Du zum Beispiel herstellen, indem Du etwas Essigessenz, Zitronensäure und Waschsoda mit warmem Wasser verdünnst. Gegen schmierige, fettige Flächen ist Backpulver ein wahres Wundermittel. Einfach ein bis zwei Esslöffel davon in einem Liter warmen Wasser auflösen und damit die verschmutzten Flächen bearbeiten. Falls Dir das Selbstmischen zu viel Arbeit ist, solltest Du darauf achten, ein Putzmittel auf natürlicher Basis zu kaufen. Das erkennst Du am Euroblumen-Siegel oder am Blauen Engel.

 

  1. Stromfalle Staubsauger

Zum Schluss muss der Boden gründlich gekehrt oder gesaugt werden. Vor allem alte Staubsauger sind aber häufig echte Stromfresser, deswegen muss seit 2014 jedes Gerät mit einem Energielabel versehen sein. Wenn Dein Staubsauger kein Label hat oder sehr viel Strom verbraucht, solltest Du darüber nachdenken, Dir ein energieeffizienteres Modell zuzulegen. Das schont auf Dauer nicht nur Deine Geldbörse, sondern auch die Umwelt.
Tipp: Wer keinen Staubsauger besitzt oder spezielle Geräte benötigt, kann sich diese in vielen Baumärkten gegen eine kleine Gebühr ausleihen.

 

  1. Nicht wieder in alte Muster verfallen

    Frühlingszweige und Blumen als nachhaltige Dekoration Bild: arthurbraunstein / photocase.de

    Frühlingszweige und Blumen als nachhaltige Dekoration Bild: arthurbraunstein / photocase.de

Jetzt, wo die Wohnung wieder aufgeräumt und sauber ist, wäre es natürlich toll, das würde möglichst lange so bleiben. Anstatt für Ostern kitschige Plastikdekorationen zu kaufen, kannst Du dafür zum Beispiel einfach ein paar Frühlingszweige und Blumen sammeln und in der Wohnung verteilen. Diese sind später leicht zu entsorgen, sparen Stauraum und schonen die Umwelt.

Wir wünschen Dir einen sauberen Start in den Frühling!

 

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie