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23. Januar 2013

Vom Bernstein bis zur Dampfmaschine – die kleine Geschichte des Stroms

Wie war das noch einmal mit dem Strom? Wir erklären es Euch! | Bild: Photocase / es.war.einmal..

Wie war das noch einmal mit dem Strom? Wir erklären es Euch! | Bild: Photocase / es.war.einmal..

 

Trotz des Ausstiegs aus der Atomenergie hat Deutschland 2012 so viel Strom ausgeführt wie nie zuvor: 23 Milliarden Kilowattstunden hat die Bundesrepublik insgesamt mehr Strom exportiert als importiert und ist damit Export-Meister. Der Handel mit dem elektrischen Gut ist heutzutage von großer Bedeutung und Strom nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben. Doch wie lange gibt es eigentlich schon Strom? Und wie wurde er entdeckt?

Es war einmal… Von den Anfängen der Stromerzeugung

Das Phänomen des Blitzes oder die elektrostatische Aufladung des Bernsteins waren schon den alten Griechen bekannt. Aber so richtig erklären konnte sich diese Ereignisse niemand. Erst nach fast 18 Jahrhunderten erfanden gleich zwei Forscher unabhängig voneinander einen Kondensator, der elektrische Ladung speichern konnte. Strom konnte so aber noch immer nicht kontinuierlich erzeugt werden, da die Erfindung nur einen kurzen kräftigen elektrischen Schlag hervorrief. Die technische Produktion und Nutzung von Strom – so wie wir sie heute kennen – begann erst im 19. Jahrhundert mit Werner von Siemens’ Entwicklung des elektrischen Generators. Dieser wandelte Bewegungsenergie, die durch Antrieb einer Handkurbel entstand, in elektrische Energie um. Aus diesem Generator entwickelten sich immer größere Maschinen zur Stromerzeugung, das Netz weitete sich aufgrund der hohen Nachfrage nach Elektrizität aus. Erste durch Dampfturbinen betriebene Kraftwerke entstanden und es mussten Hochspannungsleitungen gebaut werden, um den Strom zu transportieren. Fehlte nur noch die Entscheidung, ob die Versorgung mittels Gleich- oder Wechselstrom erfolgen sollte. Die Wahl fiel während des Stromkriegs zwischen den Erfindern Thomas A. Edison und George Westinghouse auf den von Westinghouse favorisierten Wechselstrom. Dadurch ging am wenigsten Energie verloren.

Fernseher, Radio, Waschmaschine: Was wären wir ohne Strom?

Heute sind die Methoden der Stromerzeugung unzählig. Vor allem ökologische Verfahren zur Gewinnung der elektrischen Energie, zum Beispiel aus Wasserkraft, sind von großer Bedeutung und tragen zum Klimaschutz bei. Am PC arbeiten, zwischendrin einen Kaffee kochen, damit man nicht einschläft, oder zu einem Geschäftstermin von Düsseldorf nach München mit dem ICE fahren: Das wäre alles nur schwer möglich ohne Strom. Daher ist es kaum vorstellbar, ohne unseren elektrischen Freund zu leben.

Was würdet Ihr tun, wenn es keinen Strom mehr gäbe? Welches elektrische Gerät würde Euch am meisten fehlen?

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