Know-how  

13. Dezember 2011

Weihnachtsbeleuchtung und Gänsebraten: Energiespartipps zur Senkung des Stromverbrauchs

Ach deswegen ist Omas Gänsebraten immer so zäh! | Bild: photocase / flobox

Ach deswegen ist Omas Gänsebraten immer so zäh! | Bild: photocase / flobox

The same procedure as every year: Leuchtbögen, blinkende Tannenbäume, Lichterketten so weit das Auge reicht, duftende Plätzen aus dem Ofen, frisch aufgebrühter Tee, Glühwein und non-stop Weihnachtsgedudel für die Ohren. Kein Wunder also, dass während der Adventszeit der Stromverbrauch in Deutschland allgemein höher ist als im übrigen Jahr.

Gans schön hoher Energieverbrauch in der Weihnachtsküche

Gerade der 1. Weihnachtsfeiertag ist oft der stromintensivste Tag im Dezember. Die Deutschen lieben Gänse, am liebsten am 25. Dezember knusprig gebräunt. Da fallen die Gänsebraten-Gegner kaum ins Gewicht. Und das Ganze mit der Gans kostet eine Menge Energie…nicht nur beim Vorheizen der Backöfen und der Beilagenzubereitung auf den Kochplatten.

Dieser Tag wird daher auch als sogenannte „Gänsebratenspitze“ bezeichnet. Von 9 bis 12 Uhr steigt die Stromlastkurve auf ihrem absoluten Höhepunkt. Bis zu 30 Prozent ist der Stromverbrauch höher als an anderen Tagen. Einzige Ausnahme ist die „Zur-Kirchgehsenke“ an Heilig Abend für ein paar Stunden nach dem Abendessen. Da sinkt der Stromverbrauch um 10 Prozent.

Mit einigen Tipps und Tricks kann der eigene Energieverbrauch in der Adventszeit reduziert und somit Kosten gespart werden:

Stromsparen beim Kochen und Backen

  • Dunkel-lackierte und emaillierte Förmchen nehmen die Hitze am besten auf.
  • Unbenutzte leere Backroste raus aus dem Ofen. Diese heizen sich nur unnötig auf.
  • Umluft ist bis zu einem Drittel stromsparender als Ober- und Unterhitze, weil das Vorheizen entfällt und Backen auf mehrer Ebenen möglich ist.
  • Den Ofeninhalt nur durch das Sichtfenster beobachten. Bei einmaligem Öffnen des Ofens gehen bis zu 20 Prozent der Wärme verloren.
  • Während der letzten Backminuten den Ofen ausschalten und Restwärme nutzen.
  • Schnellkochtöpfe auf dem Herd sind generell energiesparender als übliche Töpfe.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…und noch einige mehr

Die Deutschen verbrauchen in der Adventszeit zusätzlich 500 Millionen Kilowattstunden Strom für die leuchtende Weihnachtsdeko. Mit dieser Energiemenge könnte man eine mittelgroße Stadt wie Potsdam oder Neuss mit 150.000 Haushalten ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Stromsparen bei der Weihnachtsbeleuchtung

  • Generell keine am Stromnetz angeschlossene Weihnachtsdeko über Nacht oder bei Tageslicht brennen lassen – da hat niemand etwas davon.
  • Lichtschläuche verbrauchen mehr Energie als Lichterketten.
  • LED-Ketten oder -Schläuche sind am stromsparendsten.
  • Am idealsten sind Solar-LED-Lichterketten, die ganz ohne Stromnetz auskommen.



Weitere Energiespartipps für den Haushalt sind auf unserer Website aufgelistet. Und auch eine Möglichkeit: Die Stromkosten direkt an der Wurzel packen. Günstigere Stromtarife oder der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter können der nächsten Stromrechnung gut tun. Informationen erhält man auf unabhängigen Vergleichsportalen oder via Tarifrechner des Anbieters.

 

Stichwörter: , , , ,

Kategorisiert in:

Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie