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12. Februar 2015

Wer Sport liebt, liebt Strom sparen

Sport kostet schon genug Energie. Besser: Stromkosten sparen und in den Nachwuchs investieren | Bild: PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Sport kostet schon genug Energie. Besser: Stromkosten sparen und in den Nachwuchs investieren | Bild: PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT

 90 Minuten Fußball verbrauchen knapp 35.400 Kilowattstunden Strom (während eines EM-Spiels): Genug, um zehn Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgen zu können. Und genug Stromkosten, die man besser einsparen könnte, um sie in den Sport selbst zu investieren.

Eingewechselt: Ökostrom und regenerative Energien in Deutschlands Stadien

Die Vereine der Bundesliga wollen daher vermehrt konventionelle Energie sparen und damit ihre Heiz-und Stromkosten langfristig senken. Von Großwärmepumpen für die Gebäude- und Rasenheizung, einer Biomethan-Anlage, die bei Heimspielen zusätzlich einspringt, bis hin zum Bezug von Ökostrom aus Wasserkraft – bei dem FC Augsburg gehört dieser Energiemix zum Beispiel schon fast zur Vereinstradition. Beim TSG Hoffenheim sorgen Carports mit Fotovoltaikmodulen für Solarstrom. Sie produzieren zwei Drittel des Stroms, den das Stadion verbraucht. Auch in Dortmund oder Berlin setzt man auf Fotovoltaik zur Deckung des Eigenbedarfs.

Moderne Energieversorgung bei Sportevents und Praxistests im Großformat | Bild: Flickr / Bjørn Giesenbauer

Moderne Energieversorgung bei Sportevents und Praxistests im Großformat | Bild: Flickr / Bjørn Giesenbauer

Nachhaltigkeit sportlich genommen

Es gibt keine große Sportveranstaltung mehr ohne stichhaltiges Nachhaltigkeitskonzept (Ausnahmen bestätigen diese Regel: wie die EM 2012 in der Ukraine).

Wird gleich ein ganzes Dorf aus dem Boden gestampft, wie bei der Olympiade 2020 in Tokio, experimentiert man auch gerne großformatig: Wasserstoff-Energie soll die Athleten mit Strom und Heißwasser versorgen. Über Rohre soll der Wasserstoff verteilt und jeweils mit Brennstoffzellen in Strom umgewandelt werden. Wie der Wasserstoff in Japan produziert werden könnte, ist allerdings noch in der Schwebe. Erneuerbare Energien waren in diesem Zusammenhang wohl noch nicht wirklich im Gespräch.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie