Es muss nicht immer heiß sein. Auch beim Waschen lässt sich Energie sparen. | Bildquelle: photocase.de, pischare
Es muss nicht immer heiß sein. Auch beim Waschen lässt sich Energie sparen. | Bildquelle: photocase.de, pischare
22. Juni 2018

Zehn Energiespar-Mythen auf der Spur

Viele Verbraucher sind unsicher, womit sich im Haushalt wirklich Strom sparen lässt und an welcher Stelle die Bemühungen für die Katz sind. Wir bringen Licht ins Dunkle und räumen mit zehn Energiespar-Mythen auf. Außerdem geben wir Dir ein paar Tipps, die Deinen Geldbeutel schonen und natürlich auch Deine Umweltbilanz aufbessern.

Mythos #1: Ladegeräte verbrauchen ohne angeschlossenes Handy keinen Strom

Stimmt nicht.
Pure Bequemlichkeit kostet Dich wahrscheinlich 50 Euro im Jahr. Mindestens. Denn wenn Du Dein Handy-Ladegerät auch außerhalb der Ladezeiten in der Steckdose lässt, frisst das munter Strom. Energie, die man sich locker sparen könnte. Und das Geld dafür natürlich auch. Das gleiche gilt für Ladegeräte von Kameras oder für Akkus jeglicher Art. Sind sie in die Steckdose gesteckt, fließt Strom, auch ohne ein angeschlossenes Endgerät. Noch teurer kommen Dich übrigens zahlreiche andere Geräte, die im Standby-Modus auf ihren Einsatz warten. Die Wartezeit verkürzen auch sie sich mit einem unschönen Hobby: Strom fressen. Alles, was gerade nicht gebraucht wird, also am besten einfach abschalten bzw. ausstecken!

 

Mythos #2: Lampen brennen lassen ist besser, als ständig den Lichtschalter zu betätigen

Stimmt nicht.
Dies ist einer der ältesten Energiespar-Irrtümer, der schon seit Jahren durch das Netz geistert. Dabei verbraucht das Einschalten von Lampen nur wenig mehr Strom als ihr Betrieb. Es ist daher immer stromsparender, das Licht häufiger ein- und auszuschalten als es permanent brennen zu lassen. Früher, bei Glühbirnen, hing der Energieverbrauch von der Brenndauer der Lampe ab. Heute, bei LED-Lampen, gilt das immer noch.

Apropos LED: Die Herstellung der modernen Lampen verbraucht zwar vergleichsweise viel Energie, doch der niedrige Verbrauch und die lange Lebensdauer machen das locker wieder wett. Während eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne 66 kWh Strom im Jahr für einen Einsatz von drei Stunden am Tag verbraucht, kommt eine LED-Lampe mit der gleichen Einsatzzeit auf nur 8 kWh. Und sie hält etwa 20 Mal so lange. Damit sind sie auch den sogenannten Energiesparlampen klar überlegen. Am meisten Energie sparst Du also mit LED-Leuchten.

 

Mythos #3: Strom ist der größte Energiefresser

Stimmt nicht.
Wenn Du überlegst, wie Du Deinen Energieverbrauch im Haushalt optimieren kannst, sollte Dein erster Blick aber nicht Richtung Stromverbrauch gehen, sondern auf die Heizung. Die macht im Durchschnitt über 70 Prozent Deines Energieverbrauchs aus. Mit Warmwasser erhöht sich dieser Wert sogar auf satte 80 Prozent. Der Stromanteil liegt dagegen nur bei sechs Prozent.

 

Mythos #4: Duschen verbraucht mehr Wasser als baden

Kommt darauf an.
Duschen oder Baden? Die Frage, was energieschonender ist, ist nicht pauschal zu beantworten, denn das kommt ganz auf die Wassermenge und damit auch auf die Duschdauer an. Eine herkömmliche Badewanne fasst um die 180 Liter, ein gebrauchsüblicher Duschkopf versprüht dagegen etwa 18 Liter Wasser pro Minute. Wenn die Duschzeit also zehn Minuten übersteigt, übertrifft der Wasserverbrauch das Wannenvergnügen. Allerdings lässt sich der Verbrauch beim Duschen inzwischen anhand unterschiedlicher Duschköpfe ziemlich gut regulieren. Während Regenschauer-Duschen zwar angenehm plätschern, dafür aber ordentlich Wasser verschleudern, lässt sich mit smarten, sparsamen Duschköpfen der Verbrauch um mehr als ein Drittel drosseln.

 

Mythos #5: Eis im Eisfach macht keinen Unterschied 

Stimmt nicht.
Vereisungen in der Truhe oder im Eisfach treiben die Stromkosten in die Höhe. Starke Vereisungen sollten daher regelmäßig entfernt werden, sonst kosten sie Dich schnell einen zehn bis 15 Prozent höheren Energieverbrauch. Darum gilt: Auszeit schlägt Eiszeit. Spätestens ab einer Eisdicke von einem Zentimeter solltest Du Dein Gefriergerät abtauen.

 

Mythos #6: Fenster kippen reicht zum Lüften

Stimmt nicht.
Fenster zum Lüften zu kippen, ist nicht empfehlenswert. Zum einen ist der Lüftungseffekt sehr gering und zudem verschwendest Du auch noch Wärme und Energie. Besser hilft kurzes Stoßlüften. Das sorgt für einen kompletten Luftaustausch und der Energieverbrauch wird auch kaum beeinträchtigt.

 

Mythos #7: Selbst spülen verbraucht weniger Wasser und Energie als die Spülmaschine

Stimmt nicht.
Wenn der Geschirrspüler ordentlich gefüllt ist, macht er den besseren Schnitt. Eine Studie der Uni Bonn kam zu dem Ergebnis, dass Maschinen im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie verbrauchen als spülen per Hand. Du musst also kein schlechtes Gewissen haben, wenn Du eine der unbeliebtesten Hausarbeiten dem Geschirrspüler überlässt.

 

Mythos #8: Nur heiß gewaschen werden Klamotten richtig sauber

Stimmt nicht.
Früher musste zwangsläufig heiß gewaschen werden, damit auch wirklich alle Flecken rausgehen. Das ist inzwischen nicht mehr notwendig. Moderne Waschmittel und -maschinen sind deutlich leistungsfähiger, sodass auch der Einsatz von weniger Energie ein lupenreines Ergebnis verspricht. Die meiste Energie beim Waschen geht nämlich für das Erhitzen des Wassers drauf. Probiere es doch mal ohne Vorwaschgang und mit nur 30 bis 40 Grad!

 

Mythos #9: Wäschetrockner sind Energiefresser

Stimmt nicht mehr.
Wäschetrockner haben einen schlechten Ruf als Energieverschwender. Dank moderner Technik ist dieser aber nicht länger gerechtfertigt. Wärmepumpentrockner punkten mit der Nutzung der Abluftwärme für den Trocknungsvorgang. Das spart gegenüber herkömmlichen Kondensationstrocknern bis zu 70 Prozent Energie.

 

Mythos #10: Ein Wechsel des Energieanbieters kostet Zeit und Nerven

Stimmt nicht.
123energie ermöglicht Dir einen Wechsel online und in wenigen Minuten. Wenn Du Deine Postleitzahl angibst, zeigen wir Dir, wieviel Du im Vergleich zum örtlichen Anbieter jährlich bei uns sparen kannst. Da kommen schnell mal 300 Euro beim Strompreis oder sogar das doppelte bei den jährlichen Gaskosten zusammen. Und nichts spricht dagegen, neben Energie auch noch Kosten zu sparen.

Noch mehr Energiespartipps haben wir übrigens hier und hier für Dich.

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Dieser Artikel wurde verfasst von 123energie