Umweltbewusstes Smartphone aus recyceltem Plastik und fairer Produktion

Ein Handy, das unter fairen Arbeitsbedingungen und aus konfliktfreien Rohstoffen hergestellt ist. Wir haben uns das Fairphone genauer angeschaut.

Konfliktfreie Rohstoffe, fair gewonnen

Auch wenn Corporate Social Responsibility hoch im Kurs steht – nur die wenigsten Unternehmen, insbesondere im Bereich der Technologie, leben es. Aber es gibt auch positive Beispiele wie das niederländische Unternehmen Fairphone. Dies hat das gleichnamige Smartphone entwickelt, das unter fairen Arbeitsbedingungen und aus konfliktfreien Rohstoffen hergestellt wurde. Heißt im Detail: eine regelmäßige Kontrolle der Produktionsstätten und ein Ausweichen auf Rohstofflieferanten, die nicht aus Krisengebieten wie Afrika stammen und mit ihrem Verkauf zum Beispiel Kriegsparteien unterstützen. Finanziert wird die Produktion durch sogenanntes Crowdfunding. Dabei spendete eine große Anzahl an Menschen, die die Fairphone-Idee unterstützen, schon vorab den Betrag für das neue Smartphone.

Die grünen Details des Fairphones im Überblick

Das Fairphone mit Android-Betriebssystem soll circa 325 Euro kosten und ist damit deutlich günstiger als beispielsweise ein iPhone. Technisch gesehen entspricht es eher dem Durchschnitt: 4,3-Zoll-Bildschirm, 8-Megapixel-Kamera und die Möglichkeit, zwei SIM-Karten aufzunehmen. Aber bei diesen Phones geht es ja auch nicht darum, ein technisches Wunder zu kreieren, sondern den sozialen Aspekt in den Vordergrund zu rücken. So wurden Zinn und Kobalt, die zusammen mit anderen Metallen mehr als ein Drittel der Smartphones ausmachen, fair gewonnen. Außerdem ist die Hülle aus recyceltem Kunststoff. Ein weiterer Pluspunkt des Gadgets: Es kann auseinandergeschraubt und somit selbst repariert werden. So fällt nur wenig Elektroschrott an und das Handy ist langlebiger.

Bisher kann das Unternehmen nicht 100-prozentig garantieren, dass alle Bestandteile ihrer grünen Smartphones fair gewonnen werden. Es kooperiert aber mit zahlreichen Initiativen und NGOs, um die Wertschöpfungskette so transparent wie möglich zu gestalten. Im Dezember sollen voraussichtlich die ersten Exemplare verschickt werden. Wir sind schon gespannt auf das Resultat! Ob sich die großen Handyhersteller dann ein Vorbild nehmen, was Fairness angeht?

Übrigens: In Verbindung mit Green Apps könnten die Fairphones dann noch grüner werden – und sogar beim Stromsparen helfen.

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